80 Jahre Eishockey in Krefeld

Eishockey in Krefeld …

… das sind 7 Jahrzehnte Tradition als Krefelds beliebteste Sportart. Es waren zum Teil sehr bewegte Jahre, im positiven wie im negativen Sinne. Meisterschaften und große internationale Ereignisse wechselten sich mit Pleiten und Skandalen ab. Aber immer – auch in sportlich mäßigen Zeiten – zog sich eines wie ein roter Faden durch die vielen Jahrzehnte: Die Liebe der Krefelder zum Eishockeysport. Bis heute ist Krefeld eine „eishockeyverrückte“ Stadt geblieben. So war es sicher auch kein Zufall, daß ausgerechnet in Krefeld am 16. Juli 1963 der Deutsche Eishockey Bund gegründet wurde. Keine andere Sportart hat in der Samt- und Seidenstadt einen höheren Stellenwert. „Schuld“ daran war eine Idee des Kühlhaus-Großhändlers Willi Münstermann im Jahre 1936.

 

Willi Münstermanns Geniestreiche

Nach der Zustimmung der Stadtväter mit einer zeitlich begrenzten Überlassung von Bauland baute Münstermann in eigener Regie an der Hindenburgstraße ein Freiluftstadion mit Platz für 8.000 Zuschauer. Im Winter wurde das Hindenburgstadion – die spätere Rheinlandhalle – als Eisbahn genutzt. Im Sommer rüstete der clevere Geschäftsmann das Stadion kurzerhand zu einem Schwimmbad mit Liegestrand um und ließ hierfür sogar Sand von der Nordsee herbeischaffen. Auflage der Stadt Krefeld war damals nur, Stadion und Grundstück nach 50 Jahren Pacht im Jahr 1986 an die Stadt zurückzugeben.

Den Eishockeysport machte Münstermann in Krefeld mit einem zweiten Geniestreich innerhalb kürzester Zeit populär. Statt mit nur einem Team startete er gleich mit zwei Eishockeymannschaften – und zwar mit einem Profiteam aus dem Eishockey-Mutterland Kanada und einem Amateurteam aus Krefeld. Seine Rechnung ging auf: Die Übersee-Profis finanzierten sich durch Gastspielreisen ins Ausland selbst und sorgten außerdem in Krefeld dank ihrer Erfolge und beeindruckenden Spielstärke für die nötige Publicity. Das Amateurteam konnte gleichzeitig in aller Ruhe für die Zukunft aufgebaut werden …