66 Schüsse reichen nicht: bittere 3:5-Niederlage gegen Schwenningen

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66 Schüsse reichen nicht: bittere 3:5-Niederlage gegen Schwenningen

Brandon Reid brachte es gewohnt sachlich auf den Punkt: „Das Spiel heute war die Geschichte unserer bisherigen Saison: wir spielen gut, schießen viel und verlieren trotzdem.“ Dass es gegen das bisherige Schlusslicht nicht zu einem Sieg reichte, hatte noch einen Grund: Dustin Strahlmeier im Tor der Wild Wings.

Dabei begannen die Pinguine mit Tempo und hatten in der sechsten Minute die erste erwähnenswerte Chance. Nach einem Schuss von Lefebvre sorgte Costello mit einem Rückhandschuss für Unruhe vor dem Schwenninger Tor. Krefeld spielte gefällig, hundertprozentige Chancen waren aber nicht dabei.
Wie aus dem Nichts gingen dann die Gäste in Führung. Nach zwei schnellen Pässen durch die neutrale Zone fälschte Mirko Höfflin mit der Rückhand ab und für alle überraschend landete der Puck im Netz. Nach dem Treffer kamen die Pinguine zunächst etwas besser ins Spiel. Noonan traf von der blauen Linie nur das Außennetz, auch der Schuss von Schymainski war gefährlich und Saponari scheiterte nach einer schönen Einzelleistung wieder an Strahlmeier.
In der 17. Minute fing sich der KEV ein Gegentor der Marke „besonders ärgerlich“. Pätzold wollte die Scheibe hinter dem Tor stoppen, konnte sie aber nicht kontrollieren und den schnellen Pass in den Slot versenkte Andree Hult zum 0:2.

Das zweite Drittel begann mit einer Reihe guter KEV-Chancen. In der 23. Minute war es zunächst Bruggisser mit guter Übersicht. Statt des direkten Torschusses spielte er Tim Miller den Puck auf den Schläger – Miller wurde aber in letzter Sekunde noch gestört. Dass manchmal auch ein leeres Tor nicht leer genug ist, erfuhr Daniel Pietta in der 25. Minute. Strahlmeier war schon geschlagen, doch der Puck versprang und es blieb beim 0:2. Bei Kabanovs Schuss aus kurzer Distanz war Strahlmeier wieder zur Stelle und mitten in die Krefelder Drangphase sorgte Schwenningen dann für die Vorentscheidung. Zunächst kullerte ein Schuss von Rech in Zeitlupe über die Linie, 30 Sekunden später fälschte Bartalis einen Schuss unhaltbar zum 0:4 ab.
Hoffnung kam nochmals durch den Doppelschlag der Pinguine in der 37. und 38. Minute auf. Martin Schymainski belohnte sich für eine erneut starke Leistung mit dem Tor zum 1:4. Schwenningen leistete sich vor dem eigenen Tor einen Puckverlust, Tim Miller legte schnell quer auf Schymi und der hatte keine Mühe. Nur 39 Sekunden später war dann Berglund zur Stelle und staubte nach einem Schuss von Costello zum 2:4 ab.

Das letzte Drittel begann mit einer guten Chance von Berglund und Costello nach wenigen Sekunden und die Pinguine stemmten sich weiter gegen die Niederlage. In der 46. Minute machte Wild-Wings-Goalie Strahlmeier seinen wohl einzigen großen Fehler der Partie.Er konnte einen hoch abspringenden Puck nicht festhalten, die Scheibe landete bei Bruggisser und der erzielte das 3:4. In der folgenden KEV-Überzahl glänzte zunächst Goalie Proskuryakov, als er einen Alleingang der Gäste parierte. Es folgten zwei Powerplays der Pinguine mit viel Druck, die Führung der Gäste wackelte von Minute zu Minute mehr, an Strahlmeier biss der KEV sich aber die Zähne aus. Schwenningen kam kaum noch aus dem eigenen Drittel heraus, aber auch mit einem sechsten Feldspieler wollte der Ausgleich nicht gelingen. Eine Minute vor Schluss setzte Brendan Reid alles auf eine Karte und nahm Proskuryakov vom Eis und ein Befreiungsschlag der Schwenninger trudelte vom Pfosten zum entscheidenden 3:5 ins Krefelder Netz.

Tore:
0:1 12. Höfflin (Kurth, Danner)
0:2 17. Hult (Bartalis)
0:3 33. Rech (Danner)
0:4 34. Bartalis (Rech)
1:4 37. Schymainski (Miller)
2:4 38. Berglund (Costello)
3:4 46. Bruggisser (Pietta)
3:5 60. McCrae (ENG)

Die nächsten Spiele:
Freitag, 21.12.18, Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG
Sonntag, 23.12.18, Kölner Haie – Krefeld Pinguine

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