6:3 – Pinguine feiern beeindruckenden Derbysieg

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Die Krefeld Pinguine haben das zweite Derby gegen die DEG mit einer souveränen Leistung und zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewonnen. Vor 5.109 restlos begeisterten Zuschauern in der Yayla-Arne ließ das Team den Gästen beim 6:3 (3:0, 3:2, 0:1) keine Chance. Bereits zur Hälfte der Begegnung war diese bei 6:0 entschieden. Nach dem überraschenden und mit überragendem Kampfgeist und nicht minder starker Moral errungenen Penalty-Sieg in München gingen die Pinguine mit frisch gestärktem Selbstvertrauen in das zweite Heim-Derby gegen Düsseldorf in dieser Spielzeit. Trainer Igor Zakharkin hatte vor allem bei den Spielern mit Ausländerlizenz einmal mehr die Qual der Wahl. Diesmal setzte Verteidiger Patrik Hersley aus. Verzichten mussten die Coaches weiter auf Laurin Braun. Sonst meldeten die Pinguine: „Alle Mann an Bord“. Im Tor begann wie fast immer in den vergangenen Wochen Oleg Shilin, dem neu-Nationalspieler Hendrik Hane gegenüberstand.
Die Pinguine ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer das Spiel gewinnen sollte, begannen das Spiel aggressiv und bekamen gleich früh in der dritten Minute eine Überzahl. Zunächst kam Jesper Jensen-Aabo frei zum Schuss. Ex-Pinguin Brett Olson blockte den Versuch und blieb verletzt auf dem Eis liegen. Er ging direkt zur Behandlung in die Kabine. Die Pinguine aber blieben am Drücker und mit 44 Sekunden Überzahl auf der Uhr zog Robert Sabolic knallhart ab und traf zur umjubelten Pinguine-Führung ins lange Eck. Die Topchance, die Führung zu verdoppeln hatte in der 9. Minute Niklas Lucenius, doch er schlug, von Leon Niederberger traumhaft freigespielt, am völlig freien langen Eck über die Scheibe. Die nächste Krefelder Topchance hatte in der 13. Minute Alex Weiß, der, schön freigespielt, die Scheibe an den Pfosten setzte. Auf der Gegenseite kam die DEG nur zu wenigen gefährlichen Abschlüssen, bei denen Shilin stets sicher zur Stelle war. Die Hausherren aber blieben extrem aggressiv und in der 18. Minute war es so weit. Justin Volek schickte Edi Lewandowski mit einem schönen Pass, der setzte sich im Alleingang gegen zwei Verteidiger durch und verwandelte schließlich durch die Beine von Hane zum 2:0. Eine Minute später tauchte der inzwischen zurückgekehrte Olson allein vor Shilin auf, doch der Deutsch-Russe parierte mit einem Hechtsprung in Fußballtorwart-Manier. Das war es aber noch nicht für das Drittel. Sekunden vor der Pause gewannen die Pinguine ein Bully im eigenen Drittel. Mirco Sacher schnappte sich die Scheibe, ging über das ganze Feld, zog vor das Tor und wuchtete die Scheibe vorbei an Hane zum 3:0-Pausenstand in die Maschen.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Gast stärker und mehrfach musste Shilin eingreifen, tat das aber immer wieder sicher, wie in der 23. gegen Carter Proft. Sekunden später war der Düsseldorfer erneut aus gefährlicher Situation zur Stelle, doch Sacher hechtete in die Scheibe und blockte den Versuch. Die Pinguine aber konterten eiskalt. In der 26. Minute sorgten sie für gute Zirkulation im DEG-Drittel und am Ende hatte Sacher freie Schussbahn, er täuschte an, bediente dann aber am langen Eck Lewandowski und der schob zum Doppelpack ein. Weiter drängten jetzt die Pinguine auf das nächste Tor und in der 30. war es fast so weit, doch Lucas Lessio fälschte einen harte Hereingabe von Jeremy Bracco knapp neben das Tor ab. Die zweite Überzahl gab es dann ab der 31. Minute. Und diesmal dauerte es nur 24 Sekunden, dann kam ein Pass von hinter dem Tor zu Alex Bergström. Der Schwede zog sofort ab und setzte das Hartgummi am Ohr von Hane vorbei unter die Latte. Und weiter gaben die Gastgeber nicht nach, zirkulierten den Puck im DEG-Drittel und am Ende kam Maxi Gläßl zum Schuss und traf in den Winkel zum 6:0, das auch in dieser Höhe absolut verdient war. Hane verließ nun das Tor für Mirko Pantkowski. Im Gegenzug allerdings bekam die Feierstimmung einen kurzen Dämpfer, als Stephen Macauley zum 6:1 einschoss. Die Pinguine aber blieben am Drücker und hatten Sekunden später die nächste Gute Chance durch Thomas Volkvae Olsen, doch Pantkowski hielt. In der 36. dann allerdings die erste Unterzahl für Krefeld. Die Pinguine kamen zu einem 2-auf-1-Konter, der aber nicht sauber zu Ende gespielt wurde. So kam der Gast seinerseits zum Gegenangriff und Cedric Schiemenz kam zum Schuss. Shilin war da, doch die Scheibe prallte von seinem Schoner ans Bein eines Verteidigers und trudelte über die Linie. Eine zweite Unterzahl überstanden die Pinguine sicher und so ging es mit einem komfortablen 6:2 in die zweite Pause.
Der Schlussdurchgang begann dann ereignisarm. Beide Teams schienen sich mit dem Ergebnis angefreundet beziehungsweise abgefunden zu haben. So kam es kaum zu großen Gelegenheiten vor beiden Toren. In der 48. dann aber fast das erste DEL-Tor des aufgerückten Philipp Mass, doch der junge Verteidiger scheiterte im Nachschuss am gut reagierenden Pantkowski. In der 50. Minute dann zunächst die Chance für Lessio, der aber im letzten Moment abgedrängt wurde. Im Gegenzug kam Kyle Cumiskey zum Schuss. Shilin hielt überragend, doch Alexander Ehl kam an die Scheibe und setzte sie im Nachschuss zum 6:3 unter die Latte. Danach aber spielten die Krefelder die Partie sicher herunter und wurden in den Schlussminuten von ihren Fans mit Standing Ovations gefeiert.
Für die Krefelder geht es nun am Freitag mit einem Heimspiel gegen Ingolstadt weiter, ehe es am Sonntag nach Bietigheim geht. Mit einer vergleichbaren Leistung ohne Frage keine unlösbaren Aufgaben. Durch den Erfolg zog das Team überdies nach Punkten – wenn auch nicht nach Punkteschnitt – am großen Rivalen vorbei und rückte überdies auf Playoffplatz Zehn vor.

Strafen:
Krefeld: 4
Düsseldorf: 4

Tore:
1:0 4. Sabolic (Bergström, Bracco) PP
2:0 18. Lewandowski (Volek, Gläßl)
3:0 20. Sacher
4:0 26. Lewandowski (Sacher, Blank)
5:0 31. Bergström (Bracco, Sabolic) PP
6:0 34. Gläßl (Bracco)
6:1 34. Macauley (Cumiskey)
6:2 37. Schiemenzu (Barta) PP
6:3 50. Ehl (Chumiskey)