5:4 – Krefelder Comebacker siegen in Ingolstadt

5:4 – Krefelder Comebacker siegen in Ingolstadt

Nach dreimaligem Rückstand siegten die Pinguine 5:4 (2:2, 0:0, 3:2) in Ingolstadt und springen auf Rang fünf.

Im zweiten Auswärtsspiel der Saison siegten die Krefeld Pinguine am heutigen Freitagabend beim ERC Ingolstadt mit 5:4 (2:2, 0:0, 3:2) und kamen dabei dreimal von Rückständen, einmal mit 0:2, zurück und siegten mit viel Einsatz und Cleverness. Vor 3.674 Zuschauern in der Saturnarena mussten die Gäste auf Mark Cundari und Justin Hodgman verzichten. Im Tor lautete das Duell Timo Pielmeier gegen Jussi Rynnäs, den Ingolstadts Manager Larry Mitchell als einen der besten Torleute der Liga bezeichnete, was der Finne in dieser Partie zu bestätigen wusste. Für Hodgman rückte Phillip Kuhnekath ins Team, die Stelle in der Verteidigung nahm Mike Schmitz für Cundari ein.

Die Panther machten im Heimspiel schnell Druck und nachdem Rynnäs in der vierten Minute zunächst eine gute Parade gezeigt hatte eroberten die Panther den Puck zurück und Hans Detsch kam an die Scheibe und ließ dem Finnen im Pinguine-Tor mit einem platzierten Schuss aus kurzer Distanz keine Chance. Weiter drückten die Hausherren und nur eine Minute später lief die Scheibe schnell durchs Krefelder Drittel, bis schließlich Matt Baile völlig frei stand und Rynnäs per Direktschuss erneut keine Abwehrmöglichkeit ließ. Brandon Reid nahm jetzt seine Auszeit und tatsächlich gelang es seinem Team jetzt etwas besser, sich zu befreien. Die erste gute Chance hatte in der 7. Minute Grant Besse, der einen schönen Pass von Daniel Pietta knapp verpasste. Und nur eine Minute später war es ausgerechnet Ex-Panther Laurin Braun, der sich über die reche Seite mit viel Tempo durchsetzte, vor das Tor zog und perfekt ins kurze Eck einnetzte. Und wieder nur eine knappe Zeigerumdrehung später war der Jubel erneut groß, denn Alex Trivellato schickte Pietta auf die Reise, der sich stark durchsetzte und per Rückhand zum Ausgleich einschoss. Jetzt war es insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. Ingolstadt setzte sich immer wieder in der Krefelder Zone fest, die Pinguine aber konterten immer wieder brandgefährlich. Mit der Pausensirene hatten die Gäste noch einmal gute Chancen durch Kapitän Torsten Ankert und Jeremy Welsh, doch Pielmeier war zur Stelle und so ging es nach ereignisreichem Spiel mit 2:2 in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs galt es für die Pinguine zunächst, ein Unterzahlspiel zu überstehen. Das gelang auch aufgrund eines gutes Saves von Rynnäs. Das Überzahlspiel aber brachte den Panthern wieder etwas mehr Selbstvertrauen und sie erspielten sich wieder ein leichtes Übergewicht, auch, weil die Pinguine ihre Konter in dieser Phase nicht ganz so konsequent ausspielten, wie zuvor. Immer stärker wurde dafür Rynnäs, der die Stürmer der Hausherren in schöner Regelmäßigkeit verzweifeln ließ. In der 37. Minute dann aber wieder die Chance für die Pinguine, doch Grant Besse scheiterte nach schönen Zuspiel von Philip Riefers aus kurzer Distanz an Pielmeier. Kurz vor Drittelende dann das erste Überzahlspiel für die Pinguine und gleich gab es den gefährlichen Schuss von Phillip Bruggisser, doch das Hartgummi schlug ans Lattenkreuz. So blieb die Überzahl ungenutzt, doch nur Augenblicke später gab es gleich das zweite Powerplay. Eine große Chance hatte dabei Pietta, scheiterte aber an Pielmeier. Das gleiche Bild dann fünf Sekunden vor der Pause, als erneut der Center der Topreihe per Direktschuss scheiterte. So ging es mit 2:2 und knapp einer Minute Überzahl in die Pause.

Das verbleibende Powerplay aber brachte keinen Erfolg – im Gegenteil. Nach Scheibenverlust der Pinguine hielt Rynnäs zunächst überragend einen Alleingang von Brett Olson, doch den Abpraller stocherte Jerry D’Amigo mit ablaufender Strafe über die Linie. Doch die Pinguine ließen sich nicht beirren und antworten wieder sofort. Einen Schlenzer auf das Tor von Riefers fälschte Vinny Saponari unhaltbar ab und das Hartgummi schlug zum erneuten Ausgleich ein. Doch in der 45. Minute die erneute Führung der Gastgeber. Nach einem tiefen Puck spielte Elsner die Scheibe einfach vor das Tor. Dort sprang sie an den Schlittschuh eines Krefelders und genau auf die Kelle von D’Amigo, der zum zweiten Mal einfach nur einschieben musste. Die Pinguine antworteten erneut offensiv, kamen diesmal aber nicht zur sofortigen Antwort. Die Gäste spielten konsequent mit vier Reihen durch und hatten in der 51. Minute Pech, als die Scheibe an den Pfosten des Tores von Pielmeier schlug. Sekunden später aber dann die Überzahl für Krefeld. Die Pinguine kamen gut in die Aufstellung und nach einem Schuss von Bruggisser stocherte Saponari die Scheibe zu Chad Costello, der ins leere Tor einschoss. Die Gäste waren jetzt das bessere Team und erarbeiteten sich weitere Gelegenheiten, wie durch einen Konter über Besse und Costello, der aber erfolglos blieb. Doch in der 58. Minute ein toller Angriff der Pinguine. Besse setzte Pietta in Szene und der ging allein auf und davon und verwandelte durch die Beine von Pielmeier zum 5:4. Knapp zwei Minuten vor dem Ende dann sogar die Strafe für Ingolstadt und die Pinguine konnten den Sieg in eigenem Powerplay herunterspielen. Das gelang und so feierten die Schwarz-Gelben einen Dreier in Ingolstadt und brachten diesmal den Sieg über die Zeit, wodurch sie auf Tabellenplatz fünf sprangen.

Am Sonntag geht es nun mit frischem Selbstvertrauen ins Derby gegen die Iserlohn Roosters auf heimischem Eis. Auftaktbully ist um 16.30 Uhr.

Strafen:

Ingolstadt: 10

Krefeld: 4

Tore:

1:0 4. Detsch (Friesen, Wohlgemuth)

2:0 5. Bailey (Olson, Simpson)

2:1 8. Braun (Hospelt)

2:2 9. Pietta (Trivellato, Bruggisser)

3:2 41. D’Amigo (Olson, Sullivan)

3:3 42. Saponari (Riefers, Lagace)

4:3 45. D’Amigo (Elsner)

4:4 51. Costello (Saponari, Bruggisser) PP

4:5 58. Pietta (Besse, Costello)

KOMMENTAR (1) “5:4 – Krefelder Comebacker siegen in Ingolstadt”

  • Avatar for Sven Schalljo
    22. September 2019 in 12:19

    GRATULIERE zu dem Sieg in Ingolstadt. Tolles Spiel, hoffentlich geht es weiter so und man vermeidet kurz vor Schluss eine Strafzeit, wodurch die Spiele gegen
    AEG und in Straubing verloren gingen. Unsere Fahrt nach Straubing war trotzdem nicht umsonst, denn so konnte ich als alter Krefelder Eishockeyspieler (Preußen) den neunen Kader vom KEV in Aktion – war sehr gut, leider nicht bis zum Ende –

Kommentare sind geschlossen.

Schreibe einen Kommentar

Das Archiv
   Ticket Kaufen