4:3 in Straubing – Vierter Pinguine-Sieg in Serie

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Dreimal spielten Pinguine und Tigers in dieser Saison gegeneinander, dreimal ging es in die Overtime. Diesmal hatten beim 4:3 (0:1, 2:1, 1:1, 1:0) n.V. die Pinguine die Entscheidung auf ihrer Seite.

Entscheidend für den Sieg war gerade in der ersten Hälfte des Spiels ein überragender Dimitri Pätzold im Tor. Das Spiel vor 4.530 Zuschauern sah von Beginn an zwei Teams, die sehr konsequent in der Defensive agierten und zunächst wenige große Chancen zuließen. Die Pinguine versuchten, mit kurzen Wechseln das Tempo hoch zu halten und arbeiteten sehr stark im Forecheck. Die Gastgeber kamen zunächst vor allem im Konter zu Chancen. In der neunten Minute gab es dann eine durchaus diskutable Strafe gegen Krefeld. Dimitri Pätzold ging mit dem Schoner runter, um einen möglichen Torschuss zu blocken. Der Straubinger fädelte ein und bekam die Strafzeit zugesprochen. Die beste Chance hatte in Unterzahl aber Kirill Kabanov. Travis Ewanyk hatte im Forecheck stark den Puck erobert und auf den Russen zurückgelegt, aber Kabanov scheiterte aus kurzer Distanz. Und wenig später, die Pinguine waren wieder komplett, stoppte Mike Connolly einen Schuss vor Pätzold und spitzelte dem Goalie das Spielgerät zur Führung der Hausherren durch die Beine. In der 14. Minute dann eine ähnliche Situation auf der Gegenseite, doch Kabanov brachte den Puck nicht an Jeff Zatkoff im Straubinger Tor vorbei. Keine Minute später sprang ein Schlagschuss von seiner Schulter in den Torraum, doch Jacob Berglund und Chad Costello brachten ihre Nachschussversuche jeweils stark bedrängt nicht aufs Tor. So ging es nach ausgeglichenen 20 Minuten mit 0:1 aus Gästesicht in die Kabinen.

Der zweite Durchgang begann mit einer ganz frühen Strafe für die Pinguine. Bereits nach 16 Sekunden mussten sie in Unterzahl agieren. Und diesmal nutzten die Tigers die Chance. Connolly drückte den Puck aus kurzer Distanz in die Maschen. Die Pinguine waren bemüht, kamen aber nur selten zu Abschlüssen, während die Tigers im Konter stets gefährlich wirkten. Um die Mitte des Drittels dann eine Drangphase der Gastgeber, die jetzt offenkundig bemüht waren, das Spiel früh zu entscheiden. Doch Pätzold hielt die Seinen im Spiel. Seine Vorderleute aber hatten nun zumeist Probleme, sich überhaupt aus dem Drittel zu befreien und brachten gar keine offensiven Aktionen mehr vor Zatkoff. Doch dann trug in der 34. Minute Kapitän Phillip Bruggisser den Puck über die rechte Seite nach vorn, ließ hervorragend für Costello liegen und der Topscorer zog sofort ab. Zatkoff musste prallen lassen und Daniel Pietta drückte den Rebound zum zu diesem Zeitpunkt sicher glücklichen Anschluss in die Maschen. Die Pinguine waren jetzt aber wieder voll im Spiel und gestalteten das Geschehen wieder ausgeglichen. Schüsse brachten sie zunächst aber auch kaum auf Zatkoff. Doch 26 Sekunden vor der Pause behauptete Pietta den Puck im Angriffsdrittel und bediente im hohen Slot Berglund. Der zog ab und setzte das Hartgummi zum Ausgleich in den Winkel. So ging es mit einem für die Pinguine sicher eher glücklichen 2:2 in die Pause.

In der 42. Minute dann sogar fast die Gästeführung, doch Greger Hanson traf völlig freistehend nur Zatkoffs Maske. Zwei Minuten später war es dann aber doch so weit. Costello eroberte im eigenen Drittel die Scheibe, fuhr ein 2-auf-1 mit Berglund, zog in die Mitte, überzog erst einen Verteidiger und dann auch Zatkoff und schoss perfekt zum 3:2 ein. Die ganz große Chance zur Vorentscheidung hatte dann in der 48. Minute Toptorjäger Berglund, der einen Querpass im gegnerischen Drittel abfing und allein vor Zatkoff auftauchte, doch der US-Amerikaner hielt überragend. Die Pinguine wirkten jetzt aber weit spritziger und kontrollierten das Geschehen auf dem Eis aus einer stabilen Deckung heraus. Anders, als in der ersten Hälfte des Spiels, trafen sie nun meist die richtige Entscheidung und kamen so immer wieder zu einfacher Befreiung und an freie Scheiben. In der 54. Minute lag die Scheibe dann aber doch im Netz. Die Schiedsrichter zogen den Videobeweis zu rate, erkannten den Treffer, bei dem Stock verdächtig hoch war, dann aber an. Der Treffer gab den Tigers noch einmal Energie und es war jetzt ein offenes, umkämpftes Spiel, in dem beide Teams auf die Entscheidung drängten. In den Schlusssekunden ließen die Teams dann die Uhr herunterlaufen und zum dritten Mal im dritten Aufeinandertreffen ging es in die Overtime.

In dieser gab es dann gleich die Strafe gegen Straubing und die Pinguine hatten die Chance auf den Siegtreffer bei 4 gegen 3. Die Scheibe lief schnell durch die Reihen und am Ende bediente Costello Berglund der verwandelte zu seinem 18. Saisontor und dem Sieg der Pinguine. Die haben damit den vierten Erfolg in Serie eingefahren und treten nun am Freitag in Wolfsburg an, ehe am Sonntag die Berliner Eisbären zu Gast in der Yayla-Arena sind.

Tore:

1:0 12. Connolly (Eriksson)

2:0 21. Connolly (Aulin, Williams) PP

2:1 34. Pietta (Costello, Bruggisser)

2:2 40. Berglund (Pietta)

2:3 45. Costello (Pietta)

3:3 54. Mouillierat (Brandl, Williams)

4:3 63. Berglund (Costello, Pietta) PP

Strafen:

Straubing: 4

Krefeld: 4