4:2 – Specialteams und Östlund der Unterschied

4:2 – Specialteams und Östlund der Unterschied

Mit starken Specialteams, einem entscheidenden Powerplaytreffer sowie einem Unterzahltor ohne Gegentreffer siegt Krefeld in Iserlohn. Vor 3.955 Zuschauern am Iserlohner Seilersee gewinnen die Pinguine mit 4:2 (1:1, 3:0, 0:1). Damit halten sich die Schwarz-Gelben das Tabellenende auf Distanz und vergrößern den Vorsprung auf die Roosters auf sechs Zähler. Außerdem hält das Team zumindest die theoretische Playoffchance zumindest noch einige Zeit länger offen.

Die Partie sah gleich von Beginn an zwei Teams, die nach vorn spielten und so rückten beide Goalies, Östlund im Gäste- und Anthony Peters im Rooters-Tor, gleich in den Blickpunkt. In der 4. Minute war es dann Brody Sutter, der für die Hausherren die erste ganz große Chance hatte, als er völlig frei vor Östlund auftauchte, doch der Schwede war, wie so oft in seinen bisherigen Spielen, zur Stelle. In der 8. Minute dann die ganz große Chance auf der Gegenseite, als Laurin Braun frei vor Peters auftauchte und von hinten von Bobby Raymond umgerissen wurde. Statt eines durchaus möglichen Penaltys gab es die erste Überzahl des Spiels. Gefährliche Schüsse von Phillip Bruggisser und Grant Besse fanden nicht ihr Ziel und so blieb es beim 0:0. Doch als die Roosters gerade wieder komplett waren, prallte eine Scheibe ganz unglücklich von einer Halterung der Bande ab und sprang, anstatt in die Ecke, genau in den Torraum, wo Michael Clarke bereit stand und keine Mühe hatte, zur Führung der Gastgeber einzuschießen. Mit der Führung im Rücken rissen die Roosters das Spiel etwas mehr an sich und so war es vor allem Östlund, der fortan immer wieder sein Können zeigen musste. Gut eineinhalb Minuten vor der Pause dann aber die Riesenchance für die Pinguine: Philip Riefers kam ganz frei zu Schuss, Peters parierte und Raymond konnte Chad Costello im letzten Augenblick auf Kosten einer Strafe daran hindern, den Rebound einzunetzen. Die folgende Überzahl sah zunächst aus, als bliebe sie ungenutzt, doch 2,8 Sekunden vor der Pause gewann Daniel Pietta ein Bully vor Peters klar, brachte den Puck zu Bruggisser und der beendete den Abschnitt mit einem Knalleffekt, denn er jagte das Hartgummi mit gefühltem Überschall-Tempo in die Maschen. So stand es nach 20 Minuten 1:1.

Der Treffer gab den Schwarz-Gelben im zweiten Durchgang spürbar auftrieb und fortan waren sie das spielbestimmende Team. In der 24. Minute warf dann Kai Hospelt die Scheibe einfach auf das Tor, Travis Ewanyk spritzte hinein und fälschte unmittelbar vor Peters unhaltbar ab und netzte zum 2:1 ein. Und nur Sekunden später war es Pietta, der allein vor Peters auftauchte. Der Kanadier wehrte ab und Costello nahm den Abpraller auf und zog ab, doch auf der Linie stand ein Roosters-Verteidiger und lenkte das Hartgummi hauchdünn am Pfosten vorbei. Wenig später dann eine Unterzahl für die Pinguine. Doch Braun blockte einen Schuss, nahm den Puck auf und ging ganz allein auf Peters zu, um das Spielgerät dann unhaltbar zum 3:1 in den Winkel zu setzen. Die Pinguine überstanden eine weitere Strafe und hatten, gerade komplett, in der 31. Minute die nächst Topchance, doch Martin Schymainski verfehlte aus zentraler Position freistehend knapp. Ihre fünfte Unterzahl des Abends überstanden die Pinguine erneut ohne Probleme und dann zeigte die Topreihe ihre Klasse: Costello bediente Pietta, der zog mit Autorität vor das Tor, überzog Peters und wartete den Schlussmann aus, um dann mit der Rückhand zum 4:1-Pausenstand einzuschießen (39.).

Der Schlussdurchgang allerdings war dann nur 29 Sekunden alt, als Jens Baxmann über die rechte Seite durchging und hart in den Slot passte. Dort traf er Alex Trivellato und die Scheibe schlug von dessen Gesäß unhaltbar für den ansonsten schier unüberwindlichen Östlund zum 2:4 ein. Damit waren die Gastgeber früh zurück im Spiel. Plötzlich waren sie wieder am Drücker und hatten in der 47. Minute Pech bei einem Pfostenschuss von Samanski. Auch weiter berannten die Blau-Weißen das Tor der Pinguine, doch ein um’s andere Mal hieß die Endstation Oskar Östlund, der die Sauerländer schier zur Verzweiflung trieb. Die Pinguine fanden zu dieser Zeit offensiv schlicht nicht statt und schafften es nicht, das Geschehen auch nur vorübergehend vor Peters zu verlagern. Erst in der 53. Minute war es Kai Hospelt, der den ersten Torschuss des Drittels verbuchte. Die ganz große Chance zur Entscheidung hatte dann nur eine Minute später Besse, der nach tollem Pietta-Pass freistehend am langen Eck die Scheibe nicht traf. Zwei Minuten vor dem Ende ging Peters vom Eis und die Roosters drängten mit zusätzlichem Feldspieler auf den Anschluss. Doch die Pinguine-Abwehr hielt und es blieb beim Auswärtserfolg.

Dessen Garant war einmal mehr ohne Frage Östlund, der mit überragenden 57 Saves bei nur zwei Gegentreffern einmal mehr ein bärenstarkes Arbeitszeugnis ablieferte. Seine nächste Bewährungsprobe wartet am kommenden Mittwoch im Heimspiel gegen die Schwenninger Wildwings.

Tore:

1:0 10. Clarke (Samanski, Fleischer)

1:1 20. Bruggisser (Pietta) PP

1:2 24. Ewanyk (Hospelt, Kuhnekath)

1:3 26. Braun SHG

1:4 39. Pietta (Costello)

2:4 41. Baxmann (Petan, O’Connor)

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