3:4 in Nürnberg – Pinguine unterliegen

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In einem knappen und umkämpften Spiel unterlagen die Krefeld Pinguine bei den Thomas Sabo Ice Tigers in Nürnberg mit 3:4 (0:0, 2:3, 1:1).

Damit rücken die Franken auf sieben Punkte an die Seidenstädter heran und haben zwei Spiele in der Hinterhand. Die Gäste verstanden es nicht, ihre Chancen zu nutzen und ließen so bei cleveren Ice Tigers Federn. Die Pinguine begannen durchaus engagiert und kamen in der dritten Minute zum ersten Überzahlspiel. Jacob Berglund und Chad Costello kamen schnell zu guten Abschlüssen, doch nach 37 Sekunden gab es auch die Strafe für die Gäste. Die Pinguine blieben aber das aktivere Team und sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Nürnberger. In der achten Minute zog dann Phillip Bruggissser von der blauen Linie ab. Niklas Treutle war dran, die Scheibe sprang hoch und Berglund drückte das Hartgummi aus der Luft volley in die Maschen. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und entschieden, durchaus strittig, dass der Schwede knapp über der Latte den Puck gespielt habe und erkannten den Treffer damit nicht an. Nach über zehn Minuten (!) dann kam ein Befreiungsschlag der Ice Tigers auf das Krefelder Tor. Gefährlich wurde es nicht, war aber tatsächlich der erste zumindest statistische Torschuss der Hausherren. Eine Minute später verpasste Martin Schymainski aus kurzer Distanz knapp. Gefährlich wurde es dann erstmals in der 14. Minute bei angezeigter Strafe, doch die Pinguine überstanden die Situation ebenso, wie die folgende Unterzahl. Die nächste Topchance der Gäste gab es dann gut zwei Minuten vor der Pause, als Greger Hanson nach tollem Solo an Ex-Pinguin Treutle scheiterte. So blieb es nach 20 Minuten beim, vor allem aufgrund des nicht gegebenen Tores, für Nürnberg sehr glücklichen 0:0.

Früh im zweiten Durchgang dann die dritte Strafe für die Pinguine und in Überzahl traf Nürnbergs Topscorer Brendon Buck zur Führung der Franken (22.). Und nur Sekunden später kamen die Hausherren zum Konter. Chris Brown ging nach einem abgeblockten Schuss allein auf Pätzold zu und traf zum 2:0. Damit stand der Spielverlauf bis dato endgültig Kopf. Die Schwarz-Gelben waren jetzt merklich geschockt und verloren ihren Spielfluss. Nürnberg hatte nun mehr vom Spiel und die Gäste leisteten sich viele technische Fehler. In der 31. Minute dann aber die dritte Überzahl der Pinguine und Costello ging schön über Rechts durch, legte in die Mitte auf Berglund und der Schwede verwandelte direkt zum 1:2 aus Gästesicht. Diesmal gab es an seinem Treffer nichts zu deuteln. Plötzlich waren die Pinguine wieder da, machten sich selbst aber durch zwei Strafen hintereinander das Leben schwer. Diese überstanden die Gäste, doch kurz danach gewann Philippe Dupuis einen Zweikampf hinter dem Krefelder Tor, zog in den Slot und traf zum 3:1. Knapp zwei Minuten vor der Pause dann 1:26 Minuten doppelte Überzahl für die Pinguine. Und das nutzten sie! Pietta bediente Schymainski vor dem Tor und der drückte den Puck aus kurzer Distanz in die Maschen. So ging es mit 3:2 und 19 Sekunden Überzahl für Krefeld in die Pause.

Der Schlussdurchgang sah dann Pinguine, die auf den Ausgleich drückten und durch Martin Lefebvre, Philip Riefers, Garrett Noonan oder Samson Mahbod gute Chancen hatten. Doch zunächst wollte der Puck nicht in die Maschen. Und in der 47. Minute liefen sie in den Konter. Shawn Lalonde behielt die Übersicht und bediente Brown, der keine Probleme hatte, zu seinem zweiten Treffer einzuschießen. Zwei Minuten später dann die nächste Krefelder Überzahl. Costello bediente Schymainski perfekt, doch Treutle hielt den Schuss des kleinen Torjägers aus kurzer Distanz. Die große Chance zum erneuten Anschluss hatte dann in der 53. Minute Hanson, der allein vor Treutle auftauchte, diesen aber nicht zu überwinden vermochte. Der Gast warf nun alles nach Vorn, Nürnberg aber verteidigte aufopferungsvoll. Immer wieder stand nun Treutle im Blickpunkt, doch zunächst behielt er die Oberhand. In der 57. Minute zog dann aber Tim Miller von der blauen Linie ab und traf zum 3:4 aus Gästesicht. 43 Sekunden vor dem Ende dann die Strafe für Nürnberg. Dimitri Pätzold ging aus dem Tor und die Pinguine drängten mit sechs gegen vier Feldspielern auf den Ausgleich. Doch es reichte nicht mehr und die Pinguine unterlagen nach hartem Kampf mit 3:4 in Nürnberg.

Für die Schwarz-Gelben geht es nun am Freitag nach Iserlohn, ehe sie am Sonntag erneut gegen die Ice Tigers, dann aber in heimischer Halle, antreten.

Tore:

1:0 22. Buck (Acton) PP

2:0 22. Brown (Gilbert)

2:1 31. Berglund (Costello, Pietta) PP

3:1 37. Dupuis (Pföderl)

3:2 39. Schymainski (Pietta, Costello) PP2

4:2 47. Brown (Lalonde, Mieszkowski)

4:3 57. Miller (Schymainski)

Strafen:

Nürnberg: 16

Krefeld: 14