3:2 n.V.: KEV müht sich zum Sieg

3:2 n.V.: KEV müht sich zum Sieg

Es war kein Spiel zum Zungeschnalzen, aber ein Sieg gegen Schwenningen. Vor 2.790 Zuschauern in der Yayla-Arena sicherte ein Überzahltor von Bruggisser den Pinguinen in der Verlängerung den Zusatzpunkt.

Bis zum ersten nennenswerten Schuss dauerte es gut fünf Minuten. Travis Ewanyk wurde von Hospelt schön eingesetzt, verfehlte aber das Schwenninger Tor. Gefährlicher war die Szene zwei Minuten später. Von der blauen Linie schoss Bruggisser den Puck an die Hintertorbande, von wo die Scheibe zurück auf den Schläger von Costello sprang – diesmal klärte Strahlmeier.

Im Gegenzug hatte Cerny die erste gute Chance für die Wild Wings. Nach einem Abpraller fehlte nicht viel zur Gästeführung in der achten Minute – Oskar Östlund reagierte glänzend und parierte auch den Nachschuss. Die Pinguine erspielten sich ein leichtes Übergewicht und hatten durch die dritte Reihe die nächste gute Szene. Strahlmeier musste nach schönem Zusammenspiel von Hodgman, Braun und Besse klären.

Pierre Beaulieu war mit dem Start seiner Mannschaft zufrieden: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben im ersten Drittel viel Zeit in der Offensive verbracht“, so das Fazit des Pinguine-Coaches.

In der 13. Minute gelang den Pinguinen die verdiente Führung. Über die linke Seite ging Hodgman ins Drittel und spielte in den Slot zu Schymainski und er verwandelte mit der Rückhand unhaltbar für Strahlmeier zum 1:0.

Die beste Chance zum 2:0 hatte Kuhnekath in der 18. Minute. Nach einem langen Pass durch die neutrale Zone war er frei durch, sein Schuss ging aber über das Tor. Mit dem knappen aber leistungsgerechten 1:0 für Schwarz-Gelb ging es in die erste Pause.

66 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhten die Pinguine auf 2:0. Nach einem schnellen Konter über Hodgman und Welsh war Riefers am langen Pfosten zur Stelle – für ihn war es Saisontor Nummer 3. Zu diesem Zeitpunkt waren die Pinguine klar spielbestimmend. Mehrmals spielte sich Krefeld bei bei Fünf gegen Fünf im Schwenninger Drittel fest, Welsh und Schymainski hatten gute Chancen, die Führung auszubauen. Schwenningens Strahlmeier war aber zur Stelle. „Nach dem 2:0 haben wir noch gut verteidigt. Dann hat Schwenningen etwas mehr Kontrolle bekommen aber Oskar hat wieder stark gespielt“, analysierte Pierre Beaulieu.

Nach sieben Minuten gelang den Wild Wings der glückliche Anschlusstreffer durch Alexander Weiß. Er fälschte einen Schuss kurz vor dem Kasten von Östlund noch entscheidend ab.

Nach dem Anschlusstreffer kam den Pinguinen ein wenig die Konzentration abhanden. Schwenningen tauchte einige Male vor Oskar Östlund auf, konnte die Krefelder Schwächephase aber nicht zum Ausgleich nutzen. Auch eine Strafzeit gegen Trivellato blieb für die Pinguine ohne negative Folgen.

Erst in der 36. Minute gaben die Pinguine durch einen Schuss von Trivellato wieder ein kleines Lebenszeichen von sich. Sehenswert war auch der Angriff über Welsh und Lagacé, die den Puck vor das Schwenninger Tor kombinierten – dort fehlte Martin Schymainski nicht viel zu seinem zweiten Treffer. Mit der Schlusssirene hatte Travis Ewanyk nach einer sehenswerten Kombination die letzte große Chance des zweiten Drittels – doch auch er scheiterte an Strahlmeier und es blieb beim 2:1.

Die Anfangsminuten des dritten Drittels gehörten klar den Gästen und Oskar Östlund hielt die knappe Krefelder Führung fest. Für das Schwenninger Tor wurde es in der 44. Minute gefährlich, beim Schuss von Kuhnekath rettete der Pfosten. Es folgte wieder eine Phase, in der sich vor beiden Toren wenig Spektakuläres tat. Erst in der 50. Minute brannte es vor Strahlmeier: Jeremy Welsh war allein durch, er wurde aber von Colby Robak unfair gestoppt. Statt eines Penaltys gab es zwei Minuten – in der folgenden Überzahl fanden die Pinguine kein Mittel zum Torerfolg. Das rächte sich fünfeinhalb Minuten vor Schluss. In eigener Überzahl vertendelte Hodgman an der eigenen blauen Linie den Puck, Bourke war frei durch und erzielte den Ausgleich.

Im direkten Gegenzug hatte Costello die Chance zur erneuten Führung, er verpasste aber knapp.In den Schlussminuten fanden die Pinguine wieder etwas besser ins Spiel. Welsh und Braun sorgten für etwas Alarm vor dem Schwenninger Kasten. Knapp 90 Sekunden vor Schluss handelten sich die Wild Wings noch eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis, doch auch dieses Powerplay ließen die Pinguine liegen – auch wenn es in den Schlusssekunden noch gute Möglichkeiten gab.

Wegen der Schwenninger Strafe begann Krefeld die Verlängerung mit einer 4-gegen-3-Überzahl und nach 24 Sekunden nutzte Bruggisser die Überzahl zum Siegtreffer. Per Schlagschuss über die Fanghand erzielte er das 3:2 und sicherte den Pinguinen damit den Zusatzpunkt.

Das Fazit von Pierre Beaulieu fiel dennoch positiv aus: „Wir haben zwei Überzahltore erzielt und haben über weite Strecken gut verteidigt. Für die nächsten Spiele erwarte ich im Aufbau aber etwas mehr Struktur und ein konsequenteres Spiel.“

1:0 13. Min. Martin Schymainski (Hodgman, Noonan) PP1

2:0 22. Min. Philip Riefers (Welsh, Schymainski) EQ

2:1 27. Min. Alexander Weiß (Brückner, Bourke) EQ

2:2 55. Min. Troy Bourke SH1

3:2 61. Min. Phillip bruggisser (Costello, Pietta) PP1

Die nächsten Spiele

Freitag, 21.02.20, 19:30 Uhr: Grizzlys Wolfsburg – Krefeld Pinguinen

Sonntag, 23.02.20, 16:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Straubing Tigers

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