3:2-Derbysieg gegen harmlose Haie

3:2-Derbysieg gegen harmlose Haie

Mit einem reifen und cleveren Auftritt feierten die Pinguine am Dienstagabend einen wichtigen Dreier beim 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)-Sieg in Köln. Die Pinguine zeigten eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten und verdienten sich den Sieg, der auch in der Tabelle einen Sprung nach oben bedeutete. Youngster Kuhnekath gelingt sein erster DEL-Treffer.

Das Spiel begann perfekt aus Gästesicht, denn das Team von Brandon Reid zeigte sich vom Start weg spielfreudig und überlegen.  Nicht verwunderlich, dass man folgerichtig in der vierten Minute jubeln durfte. James Bettauer hatte von der blauen Linie einfach abgezogen und Philip Riefers, der in die Pietta-Reihe gerückt war, fälschte unhaltbar für Gustaf Wesslau im Kölner Tor zur umjubelten Führung ab. Wenig später dann die Haie im Angriff, doch Dimitri Pätzold, der, auch aufgrund der Erkrankung von Patrick Klein, erneut startete, war stark mit dem Schoner zur Stelle. Doch es wurde noch besser: In der 10. Minute erkämpfte die vierte Reihe den Puck im Drittel der Haie. Phillip Kuhnekath nahm die Scheibe auf und zog aus spitzem Winkel aus der Drehung einfach ab und die Scheibe rutschte Wesslau zum ersten DEL-Treffer des Youngsters durch. Die Haie aber durften sich wenig später in Überzahl versuchen. Die Pinguine blockten einen Schuss von Morgan Ellis, doch die Scheibe sprang genau auf den Schläger von Fabio Pfohl. Der zog sofort ab und ließ Pätzold keine Abwehrchance. In der 15. Minute gab es dann die zweite Strafe für die Gäste. Diesmal hatten sie Glück, denn das Hartgummi sprang ans Torgestänge. Doch die Pinguine blieben dran. In der 19. Minute hatte Adrian Grygiel die nächste Chance, kam aber nach Querpass in den Slot nicht ganz an die Scheibe. So ging man mit 2:1 für die Pinguine in die Pause.

Der zweite Durchgang sah früh eine lange doppelte Unterzahl für die Pinguine. 1:25 Minuten stemmten sich die drei Gästespieler gegen den Druck der Hausherren und waren dabei erfolgreich. Dabei bekam Garrett Noonan den Puck voll ins Gesicht und musste in die Kabine. Zum letzten Drittel kam er aber mit dicker Lippe und Brummschädel wieder auf das Eis und spielte weiter. Schlimmeres war also nicht passiert. Gerade als Torsten Ankert als vierter Krefelder zurückkam, gab es die Bankstrafe für die Haie und folglich Sekunden später das erste Krefelder Powerplay. Dieses nutzten sie erfolgreich! Bettauer wurde freigespielt und schoss zum 3:1 in der 24. Minute ein. Die ganz große Chance auf das vierte Tor hatte dann in der 32. Minute Alex Trivellato, der im Slot an die Scheibe kam und sofort abzog, doch Wesslau war mit einer überragenden Parade zur Stelle. Ansonsten war der zweite Durchgang arm an Höhepunkten und die Pinguine hatten keine Mühe, den Zwei-Tore-Vorsprung gegen sichtlich verunsicherte Haie zu verteidigen. So ging es mit eben diesem Zwischenstand in die zweite Pause.

Durchgang drei sah dann von Beginn an Pinguine, die bemüht waren, sich an die taktische Marschroute zu halten und sich nicht auskontern zu lassen. Sie warfen sich in die Schüsse, blockten extrem viele Versuche, überließen den Haien das Spiel, ohne große Chancen zuzulassen und warteten auf Konter. Die ganz große Gelegenheit zur Vorentscheidung hatte dann in der 51. Minute Adrian Grygiel, der nach Traumpass von Jacob Berglund frei vor Wesslau auftauchte, doch im Abschluss versprang dem Vorjahreskapitän die Scheibe. Insgesamt zeigten die Gäste gerade im dritten Durchgang eine extrem reife und konzentrierte Vorstellung, die von starker Defensive und viel Willen geprägt war. Entsprechend still war es unter den 8.183 Zuschauern in der Halle, die es naturgemäß in großer Mehrzahl mit den Haien hielten. Bereits 2:30 Minuten vor dem Ende ging Wesslau vom Eis und die Haie versuchten alles. Doch als knapp zwei Minuten vor dem Ende Sebastian Uvira noch die Strafe für die Haie bekam, war das Spiel entschieden. Trotzdem ging Wesslau noch einmal vom Eis und das war von Erfolg gekrönt. Jason Akeson kam plötzlich am langen Eck frei zum Schuss und traf zum 2:3 (60.). Doch das änderte nichts mehr. Die Pinguine kontrollierten in den letzten 50 Sekunden die Scheibe und brachten so insgesamt sehr souverän den wichtigen Dreier über die Zeit.

Wie sehr die Pinguine den Sieg wollten zeigt auch die Tatsache, dass sie nicht weniger als 14 Kölner Schussversuche blockten. Damit springen die Pinguine in der Tabelle auf Rang sieben und können nun selbstbewusst am Freitag das zweite Derby binnen drei Tagen gegen die DEG angehen. Karten dafür werden in vielen Kategorien knapp, so dass sich die Nutzung des Vorverkaufs empfiehlt.

Tore:

0:1 4. Riefers (Bettauer, Lefebvre)

0:2 10. Kuhnekath

1:2 11. Pfohl (Ellis, Hanowski) PP

1:3 24. Bettauer (Pietta, Saponari) PP

2:3 60. Akeson (Hanowski, Pfohl) SHG, 5-5

Strafen:

Köln: 8

Krefeld: 10

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