3:1 gegen Iserlohn – erstes 6-Punkte-Wochenende

3:1 gegen Iserlohn – erstes 6-Punkte-Wochenende

Die Pinguine feiern das erste 6-Punkte-Wochenende und siegen auch im Heimspiel – mit 3:1 (1:0; 1:0; 1:1) gegen die Iserlohn Roosters.

„Nach dem Sieg am Freitag hat man wirklich gemerkt, dass die Mannschaft Sicherheit und Ruhe gewonnen hat“, freute sich KEV-Trainer Brandon Reid nach dem 3:1 gegen Iserlohn. Knapp aber verdient holten die Pinguine den zweiten Sieg des Wochenendes an einem besonderen Spieltag.

Respekt – unter diesem Motto stand die Partie gegen Iserlohn. Spieler und Fans berichteten in kurzen Videos, was Respekt im Alltag für sie bedeutet. Die Pinguine beteiligen sich an der Woche des Respekts in Krefeld und für den Rest der Saison ziert das Respekt-Logo das Warm-Up-Trikot der Schwarz-Gelben.

Von Respekt waren auch die ersten Minuten des Spiels geprägt: beide Mannschaften agierten vorsichtig und riskierten wenig. Die Pinguine erspielten sich aber ein leichtes Übergewicht und erzwangen die erste Überzahl der Partie. Die Überzahl nutzte Krefeld zur verdienten Führung. Nach einem schönen Pass in den Slot lud Bruggisser durch und hämmerte den Puck in die kurze Ecke zum 1:0. Von den Gästen aus Iserlohn war bis dahin wenig zu sehen. Die zum Großteil neu formierte Mannschaft vom Seilersee hatte merklich Abstimmungsprobleme. Die Pinguine harmonierten deutlich besser. Besonders Pietta und Costello sorgten immer wieder für Gefahr. In der 13. Minute schirmte Pietta den Puck stark nach Pass von Costello mit dem Körper ab und spielte gefährlich vor das Tor – Besse wurde dort von zwei IEC-Verteidigern gestoppt. Die ersten nennenswerten Chancen der Gäste hatten Schmitz und Sutter in der 14. und 16. Minute – beide entschärfte Rynnäs sicher. Kurz vor Drittelende hätte es fast doch noch hinter Rynnäs eingeschlagen. Nach einem Fehlpass von Trivellato an der gegnerischen blauen Linie entschärfte Rynnäs den Konter von Iserlohns Findlay, mit der knappen und verdienten Führung ging Krefeld in die Pause.

Das zweite Drittel begannen mit einer Druckphase der Gäste: In den ersten Minuten kamen Lautenschläger, Hoeffel und Petan aus kurzer Distanz zum Schuss, Rynnäs verhinderte den Ausgleich. Die Pinguine brauchten einige Minuten, um zur Sicherheit der ersten 20 Minuten zurückzufinden, die erste gute Chance hatte Costello. Er fuhr in der 23. Minute Slalom durch drei Iserlohner, scheiterte dann aber an Roosters-Torwart Peters. In der 28. Minute hatte Costello gleich die nächste Großchance: Daniel Pietta überbrückte die neutrale Zone mit einem langen Pass auf die linke Seite, wo Costello durchgestartet war. Diesmal konnte Peters noch retten. 30 Sekunden später war er dann aber machtlos – natürlich gegen Costello und natürlich kam der Pass von Daniel Pietta. In Überzahl spielte Pietta den nächsten zentimetergenauen Pass vor das Tor – Costello musste nur noch den Schläger hinhalten. Mit einem 2:0 ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel gab es in der 45. Minute während einer Strafe gegen Lagacé Gefahr: erst für das KEV-Tor – Rynnäs war wieder zur Stelle. Im Gegenzug hatte Laurin Braun, der insgesamt ein prima Spiel machte, die Chance zum 3:0 – der Torerfolg blieb ihm aber verwehrt. Danach hatten die Pinguine gleich mehrere Großchancen und die Gäste hätten sich über einen weiteren Gegentreffer nicht beschweren können.

Und wie schnell im Eishockey aus einem einseitigen Spiel eine Zitterpartie wird, zeigte sich sechs Minuten vor Schluss. Ein Schuss von Sutter von der blauen Linie rutschte durch die Schoner von Rynnäs, Samanski staubte ab und Iserlohn war wieder in Reichweite. Trainer Brandon Reid sah bei seiner Mannschaft in dieser Phase einen wichtigen Fortschritt: „Wir sind auch unter Druck nicht in Panik geraten – gerade im eigenen Drittel. Da haben wir uns wirklich weiterentwickelt.“

1:25 Minuten vor Ende nahm Iserlohns Coach O‘Leary seinen Goalie vom Eis, Iserlohn drängte die Pinguine ins eigene Drittel – und Krefeld hielt dem Druck stand. Besse traf ins leere Roosters-Tor und entschied die Partie 30 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 3:1.

Das erste Sechs-Punkt-Wochenende sorgte bei den Fans für Jubel, bei Trainer Brandon Reid für verhaltene Freude: „Klar – mehr als sechs Punkte gibt es pro Wochenende nicht zu verdienen, aber wir müssen das bestätigen. Wir werden das Spiel analysieren, am Dienstag trainieren, das Training analysieren und so weiter. Kleine Schritte sind entscheidend.“

Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters

Tore

1:0 9. Min. Phillip Bruggisser (Pietta, Costello) PP1

2:0 28. Min. Chad Costello (Pietta, Saponari) PP1

2:1 54. Min. Neal Samanski (Rumble, Sutter)

3:1 60. Min. William Besse (Noonan) ENG

Zuschauer: 4.087

Die nächsten Spiele:

Freitag, 27.09.19, 19:30 Uhr: Schwenninger Wild Wings – Krefeld Pinguine

Sonntag, 29.09.19, 14 Uhr: Krefeld Pinguine – Fishtown Pinguins Bremerhaven.

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