2:6 – Bremerhaven bleibt der Angstgegner

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Bremerhaven ist für die Krefeld Pinguine auch weiter keine Reise wert. Am Donnerstagabend unterlag das Team von Mike Svarinskis beim neuen Spitzenreiter der Nordgruppe am Ende deutlich mit 2:6 (1:2, 0:3, 1:1). Die Gäste mussten an der Nordsee auf Alex Blank (Klausur in der Schule) und Leon Niederberger (Verletzt) verzichten. Auch Artur Tyanulin und Christian Bull fehlten weiter. Im Tor begann Sergej Belov, dem im Tor der Gastgeber Tomas Pöpperle gegenüberstand.

Die Pinguie begannen durchaus aktiv und hatten in den ersten Minuten die besseren Chancen. Doch Tom-Erik Bappert schlug nach vier Minuten kurz vor dem Tor über die Scheibe. Auch einige andere gefährliche Situationen blieben zunächst ungenutzt, doch in der 6. Minute setzte sich Daniil Valitov durch und brachte die Scheibe in den Slot, wo Martin Schymainski knapp verpasste, aber Lucas Lessio am langen Eck direkt abzog und zum 1:0 der Gäste einschoss. Das Team wirkte regelrecht befreit und erspielte sich weitere Chancen, doch Brett Olson und erneut Bappert scheiterten an Pöpperle. In der 7. Minute tauchte Patrick Klöpper völlig allein vor dem Tor der Norddeutschen auf, brachte die Scheibe aber ebenfalls nicht am Tschechen im Tor vorbei. Wenig später dann die erste Überzahl der Pinguine, doch im Aufbau verlor Torschütze Lessio die Scheibe und Bremerhaven schaltete blitzschnell um. Niklas Andersen lief allein auf Belov zu und ließ diesem mit einem platzierten Schuss genau neben den Pfosten keine Abwehrchance. Der Gegentreffer nahm den Schwarz-Gelben spürbar den Schwung und die Gastgeber wurden stärker und in der 13. Minute stand Maxime Fortunus völlig frei und traf mit einem präzisen Schuss durch die Beine von Belov zum 2:1. In der 14. Minute dann die erste Strafzeit gegen Krefeld und die Gastgeber kamen sofort in die Aufstellung und zu guten Gelegenheiten, doch das Penaltykilling hielt. Ein weiteres eigenes Überzahlspiel blieb ohne Erfolg und so ging es mit einem knappen Rückstand in die erste Unterbrechung.

Der zweite Abschnitt sah dann Pinguine, die erneut gut begannen, doch richtig klare Gelegenheitn sprangen zunächst nicht heraus. In der 26. Minute dann die zweite Strafe gegen Krefeld und in dieser Situation zeigte das Spitzenteam von der Nordsee seine Stärke. Am Ende zog Stanislav Dietz von der blauen Linie ab, die Scheibe wurde abgefälscht und schlug zum 3:1 genau im Kreuzeck ein. Und es kam noch schlimmer, denn in der 29. Minute fasste sich Ziga Jeglic ein Herz und zog aus unmöglichem Winkel ab, doch der Torjäger brachte das Hartgummi tatsächlich am chancenlosen Belov vorbei in die Maschen. Jetzt wurden die Gastgeber immer stärker und erarbeiteten sich weitere Gelegenheiten und so stand nach einer schnellen Kombination in der 34. Minute Miha Verlic ganz frei und zog sofort ab, um zum 5:1 einzunetzen. Die Pinguine wechselten jetzt den Torwart, Marvin Cüpper ersetze den schuldlosen aber frustrierten Belov. Dreieinhalb Minuten vor Ende des zweiten Durchgangs dann die nächste Überzahl für die Pinguine. Diese war gerade gut 30 Sekunden alt, da leistete sich Jeglic einen Bandencheck gegen Martins Karsums und wurde mit 5+Spieldauer vom Eis geschickt. So hatten die Pinguine die goldene Chance, wieder ins Spiel zu kommen. Die Gäste ließen die Scheibe schnell laufen und kamen zu guten Gelegenheiten durch Lessio, Ivan Petrakov oder Brett Olson, doch an Pöpperle ging der Puck nicht vorbei. So blieb es bei 5 gegen 3 ohne Krefelder Tor. Auch das folgende einfache Powerplay blieb erfolglos und so ging es mit 1:5 und zwei Minuten Überzahl aus Gästesicht in die zweite Pause.
Diese blieb aber einmal mehr ohne Torerfolg, auch wenn erneut einige gute Gelegenheiten heraussprangen. Allein, die Kälte im Abschluss fehlte den weißgekleideten Schwarz-Gelben. Auf der anderen Seite gab es dann in der 46. Minute die nächste Strafzeit gegen Krefeld. In Unterzahl versuchte Valitov einen Schuss zu blocken und bekam die Scheibe voll ins Gesicht. Der junge Russe blieb blutüberströmt auf dem Eis liegen, konnte dieses immerhin auf eigenen Füßen verlassen, musste aber in die Kabine und von dort ins Krankenhaus, wo er die Nacht zur Beobachtung verbringen wird. Die restliche Unterzahl überstanden die Pinguine, auch aufgrund eines guten Saves von Cüpper. Danach schalteten beide Teams ob des engen Zeitplans der Liga und der kommenden Aufgaben einen Gang zurück und das Spiel plätscherte sprichwörtlich dahin. Das 6:1 durch Jan Urbas in der 53. Minute hatte nur noch statistischen Wert. Die Pinguine versuchten durchaus, ihrerseits noch Ergebniskosmetik zu betreiben, doch im Endeffekt waren die Aktionen zu ungenau. 30 Sekunden vor dem Ende war dann aber doch noch Petrakov, der die Scheibe aufnahm und trocken abzog und zum 2:6 einnetzte. Dennoch, an der Niederlage änderte naturgemäß auch das nichts mehr.
So bleibt es dabei, dass die Pinguine in der neuen Saison ohne Zähler bleiben und die Niederlagenserie gegen den Angstgegner wuchs auf nun 17 erfolglose Versuche in Folge an. Den nächsten Auftritt gibt es dann am Sonntag im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin.

Strafen:
Bremerhaven: 11 + Spieldauer Jeglic
Krefeld: 6

Tore:
0:1 6. Lessio (Valitov, Schymainski)
1:1 10. Anderson (Uher) SHG
2:1 13. Fortunus (Uher, McMillan)
3:1 27. Dietz (Wahl) PP
4:1 29. Jeglic (Dietz, Urbas)
5:1 34. Verlic (Jeglic)
6:1 53. Urbas (Quirk, Moore)
6:2 60. Petrakov