2:4 – Bremerhavens Serie hält

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Es ist weiter wie verhext: Bremerhaven ist für die Pinguine einfach keine Reise wert. Die Pinguine unterlagen am Sonntagabend an der Nordsee einmal mehr – diesmal mit 2:4 (0:2, 1:2, 1:0). Die Krefeld Pinguine setzten bei ihrem Angstgegner einmal mehr auf den jungen Nikita Quapp im Tor. Ihm gegenüber stand in Tomas Pöpperle ein ganz erfahrener Schlussmann. Ansonsten setzte Clark Donatelli auf das gleiche Team, das auch in Iserlohn aufgelaufen war.
Die Partie sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Seiten nicht viele Chancen herauszuspielen vermochten. In der sechsten Minute dann die erste Strafe und es traf die Pinguine aus Krefeld. Doch nach knapp einer Minute Überzahl mit einer guten Gelegenheit musste auch einen Spieler der Gastgeber auf die Sünderbank und so ging es mit Vier gegen Vier weiter. Diese Situation, wie auch das folgende Krefelder Powerplay brachte nichts Zählbares, doch in der zwölften Minute zog Anders Kroogsgaard von der blauen Linie ab, die Scheibe wurde abgefälscht und schlug unhaltbar für Quapp ein. Und es kam noch schlimmer, denn nur gut zwei Minuten später kam Tye McGinn frei zum Schuss und zog ab, so dass das Hartgummi auf der Fanghandseite genau im Kreuzeck einschlug. Die Pinguine aber ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und hatten zwei Minuten vor der Pause die große Chance, als Filips Buncis eine Scheibe in der Angriffszone abfing, dann aber an Pöpperle scheiterte. Das gleiche Schicksal ereilte eine halbe Minute vor dem Ende Ivan Petrakov, der in Überzahl zum Schuss kam, aber am Tschechen scheiterte. So ging es mit 2:0 für die Hausherren in die Kabinen.
Der zweite Durchgang sah früh eine Überzahl für Bremerhaven und gleich musste Quapp gegen Ziga Jeglic retten. Ein zweiter gefährlicher Schuss der Hausherren sprang genau in den Lauf von Brett Olson und der verlud Pöpperle, um dann ins leere Tor einzuschießen. Damit waren die Pinguine wieder voll im Spiel (25.). Der Tabellenzweite aber war keineswegs geschockt, sondern kam nur eine Minute später zur erneuten zwei-Tore-Führung. Corey Quirk spielte hart vor das Tor und da stand U-20-Nationalspieler Filip Reisnecker und fälschte mit seinem ersten DEL-Tor unhaltbar zum 3:1 ab. Ein weiteres Unterzahlspiel überstanden die Pinguine unbeschadet. Doch kaum waren die Seidenstädter wieder komplett, da tauchte plötzlich Dominic Uher frei im Krefelder Drittel auf, zog ab und traf ins lange Eck zum 4:1. Richtig heiß wurde es dann in der 37. Minute. Erst ließ Christian Hilbrich das Gestänge des Krefelder Tores erzittern. Der Abpraller sprang in den Lauf von Petrakov. Der tauchte allein vor Pöpperle auf, doch verfehlte das Tor knapp. So blieb es nach 40 Minuten beim 4:1 für Bremerhaven.
Der Schlussdurchgang begann dann mit einem Powerplay für Krefeld. Die große Chance dabei hatten aber die Pinguins aus dem Norden. Mike Moore zog hart ab und nagelte das Hartgummi an den Pfosten. Nach 47 Minuten dann die große Chance für Olson, der nach Hereingabe von Lucas Lessio an die Scheibe kam, das Hartgummi aber nicht im Tor unterbrachte. In der 51. dann die nächste Gelegenheit: Nach hartem Pass von Mirko Sacher kam Lessio zur Chance nebst Nachschuss, brachte das Spielgerät aber nicht an Pöpperle vorbei. Fünf Minuten vor dem Ende dann noch einmal eine Überzahl für die Pinguine und das in den vergangenen Wochen so starke Powerplay ging an die Arbeit. Und das war erfolgreich! Nach einem starken Pass von Olson stand Artur Tyanulin frei vor Pöpperle, verlud diesen und der Puck schlug an beide Pfosten, um im Torraum liegen zu bleiben. Doch Alex Blank arbeitete nach und drücke das Hartgummi über die Linie in die Maschen. 1:15 Minuten vor dem Ende ging Quapp vom Eis und die Pinguine brachten den sechsten Feldspieler. Das aber zeigte keine Erfolge und so blieb es nach 60 Minuten beim 2:4.
Damit endet für die Pinguine die erste Phase der Saison mit Spielen in der Nord-Gruppe. Weiter geht es nun nach einer guten Trainingswoche am kommenden Montag und Dienstag (22. und 23. März) mit Spielen in Ingolstadt und Augsburg. Dann werden die Schwarz-Gelben erstmals in der DEL auf ihren langjährigen Topscorer Daniel Pietta treffen.

Strafen:
Bremerhaven: 10
Krefeld: 8
Tore:
1:0 12. Kroogsgaard (Uher, McGinn)
2:0 15. McGinn (Kroogsgaard)
2:1 25. Olson SHG
3:1 26. Reisnecker (Quirk, Gläser)
4:1 32. Uher (McGinn)
4:2 56. Blank (Tyanulin, Olson) PP