2:3 – Pinguine unterliegen Nürnberg

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Die Krefeld Pinguine haben das wichtige Heimspiel gegen Nürnberg Ice Tigers am Ende knapp mit 2:3 (0:1, 1:0, 1:2) verloren. Dabei mussten die Pinguine zusehen, wie Gästespieler Patrick Reimer sich den alleinigen DEL-Scorerrekord sicherte. Die Krefelder konnten bis auf Laurin Braun auf den ganzen Kader zurückgreifen. So traf es diesmal Patrik Hersley als überzähligen Ausländer. Im Tor setzte Trainer Igor Zakharkin erneut auf Oleg Shilin, der sich auf Seiten der Gäste Niklas Treutle gegenüber sah, der ja selbst eine Vergangenheit in Krefeld hat.
Die Partie sah zunächst zwei Teams, die vor allem darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen. So war es eine durchaus intensive Begegnung, der aber die ganz großen Höhepunkte zunächst fehlten. Die erste gute Chance der Pinguine hatte Maxi Gläßl in der 7. Minute. Der Blueliner kam nach schönem Pass von Lucas Lessio per Direktschuss zum Abschluss, doch Treutle hielt. Nur eine Minute später dann ein eigentlich harmlos aussehender Angriff der Ice Tigers. Doch plötzlich zog Patrick Reimer, verdeckt durch einen Verteidiger, ansatzlos aus dem Handgelenk ab und nagelte das Hartgummi genau ins Kreuzeck. Shilin war ohne Abwehrchance. Für den 38 Jahre alten Ex-Nationalstürmer war es der Punkt, der ihn mit dem ersten Platz in der ewigen DEL-Scorerliste gleichziehen ließ. Die Pinguine antworten durchaus offensiv, zunächst gelang es aber nicht, klare Gelegenheiten herauszuspielen. Die erste Unterzahl galt es dann ab der 16. Minute zu überstehen. Die gefährlichste Situation aber war ein Schuss von Daniel Schmölz, der aber bei freier Sicht keine Gefahr für Shilin darstellte. Knapp eine Minute vor der Pause dann sogar die zweite Unterzahl, da die Pinguine sich einen Wechselfehler leisteten. Erneut aber überstanden sie sie Situation und gingen so mit 0:1 und 1:13 Unterzahl in die erste Pause.
Der zweite Durchgang sah dann zunächst ein unverändertes Bild. Die Pinguine überstanden die restliche Unterzahl sicher, doch nach rund zwei Minuten im Drittel kam Ryan Stoa zum Abschluss, doch Shilin hielt sicher. Eine Minute später dann die erste Überzahl für Krefeld. Diese wurde mit noch 27 Sekunden auf der Uhr gar zu einer doppelten Überzahl. Jesper Jensen-Aabo wurde freigespielt, traf aber per Direktschuss die Scheibe nicht. So blieb die Chance ungenutzt. Bei der folgenden einfachen Unterzahl setzte sich Lessio stark durch, stand frei vor Treutle, doch der hielt sicher. Es folgte ein gefährlicher Schuss von Arturs Kulda, doch auch diesen hielt der Ex-Pinguin im Ice Tigers-Tor. Dennoch, die Gastgeber waren jetzt besser im Spiel und verlagerten das Spielgeschehen vor allem in die gegnerische Hälfte. Die ganz große Ausgleichschance hatte dann in der 32. Minute, erneut in Überzahl, Thomas Velkvae Olsen, der, toll freigespielt von Jeremy Bracco die Scheibe knapp über das Tor setzte. Doch nur Sekunden später lief die Scheibe toll durch die Reihen der Pinguine. Alex Bergström und Robert Sabolic ließen den Puck mit je einer Berührung schnell laufen und am Ende stand erneut der Neuzugang aus Norwegen völlig frei im Slot, zog direkt ab und verwandelte zum umjubelten 1:1. Die Pinguine waren jetzt am Drücker, ließen die Scheibe gut laufen, kamen aber am Ende nicht zu ganz klaren Abschlüssen. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Der Schlussdurchgang brachte dann in de ersten Wechseln wenig klare Chancen, doch in der 43. entschieden die Gäste ein Bully vor Shilin klar für sich. Chris Brown zog sofort ab und überraschte den Deutsch-Russen im Tor der Pinguine mit einem verdeckten Schuss genau ins Kreuzeck zur erneuten Gästeführung. Die Gelegenheit zum erneuten Ausgleich ergab sich dann ab der 47. bei einer erneuten Überzahl. Diese aber brachte zwar viel Scheibenkontrolle und einige Abschlüsse, aber keinen Torerfolg. Die ganz große Chance zum Ausgleich hatte dann in der 50. Niclas Lucenius. Stark bedrängt nahm er einen Scheibe kurz vor dem Tor an, verlud Treutle, obwohl er den Puck kaum unter Kontrolle hatte, und brachte ihn dann hinter dem eigenen Rücken blind aufs Tor, doch das Hartgummi tropfte an den Pfosten. Die Pinguine waren jetzt klar am Drücker und hatten in der 52. die nächste Topchance, als Bracco nach einem tollen Solo hart in die Mitte spielte, Anton Berlyov brandgefährlich abfälschte, doch Treutle erneut hielt. In der 54. Minute dann die nächste Unterzahl für Krefeld, als Dominik Tiffels eine Nürnberger Großchance nur per Foul klären konnte. Die Pinguine brachten die Scheibe nicht aus dem Drittel und mit einer schnellen Kombination über Reimer, der sich damit den alleinigen DEL-Rekord sicherte und mit 798 Punkten an Daniel Kreutzer vorbei zog, lief der Puck zu Gregor McLeod, der sofort abzog und zum 3:1 einnetzte. Die Pinguine antworteten mit wütenden Angriffen, doch die Gäste konterten und Shilin war gegen Dane Fox und erneut McLeod überragend zur Stelle, während zuvor Mirco Sacher knapp verpasst hatte. Langsam aber sicher lief nun die Zeit davon. Als dann 1:25 Minuten vor dem Ende Lessio unglücklich einen Gästespieler mit dem Stock im Gesicht traf und eine Strafzeit bekam, war die Partie scheinbar endgültig verloren. Die Gäste aber leisteten sich eine Minute später selbst noch einmal die Strafe. Shilin ging vom Eis und wenige Sekunden später war es Bracco, der am langen Eck mit schnellen Händen zum 2:3 einschoss. Nochmals warf das Team alles nach vorn, doch es reichte nicht mehr. Damit unterlagen die Pinguine zum zweiten Mal binnen drei Tagen knapp mit einem Tor auf heimischem Eis und verpassten erneut den möglichen Sprung in die Top-10.
Für die Pinguine steht nun ein ganz schweres Wochenende an. Erst geht es am Freitag zu Topteam München, dann kommt am Sonntag um 16.30 Uhr die Düsseldorfer EG zum großen Derby in die Yayla-Arena.

Strafen:
Krefeld: 8
Nürnberg: 10

Tore:
0:1 8. Reimer (McLeod)
1:1 32. Olsen (Sabolic, Bergström) PP
1:2 43 Brown (Stoa)
1:3 56. McLeod (Stoa, Reimer) PP
2:3 60. Bracco (Bergström, Weiß) 4:4 EA

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