2:3 gegen Wolfsburg – „Das ist zu wenig“

2:3 gegen Wolfsburg – „Das ist zu wenig“

Die Krefeld Pinguine verlieren auch gegen den direkten Tabellennachbarn Wolfsburg. Pinguine-Coach Brandon Reid ist kein Mann für laute Worte, aber für deutliche: „Wenn du mit sieben Niederlagen so auftrittst wie heute, dann ist das nicht genug.“ Vor 3.525 Zuschauern unterlagen die Pinguine mit 2:3 gegen Wolfsburg. Die Gäste beendeten ihrerseits eine seit sieben Spiel anhaltende Durststrecke.

Die erste Überzahl des Spiels ging an die Pinguine. Nach einem Foul an Lagacé musste Nick Latta für 2+10 Minuten auf die Strafbank. Die beste Gelegenheit in diesem Powerplay hatte Laurin Braun, der von Noonan direkt vor dem Tor angespielt wurde – er verpasste aber. Eine zu lasche Defensiveinstellung im eigenen Drittel nutzten die Gäste dann zur überraschenden Führung. Die Pinguine-Abwehr ließ Anthony Rech frei im Slot schießen, Rynnäs war machtlos. Im ersten Drittel gelang Krefeld gelang wenig. „Das erste Drittel war wirklich schwach. Wir haben Pucks einfach weggeschlagen, Zweikämpfe verloren und das reicht einfach nicht“. Auch in der zweiten Überzahl bei einer Strafe gegen Machacek lief bei den Pinguinen erst wenig zusammen. Wolfsburg hatte durch Furchner sogar die Chance auf den Shorthander zum 0:2 – Rynnäs verhinderte Schlimmeres. Auf der anderen Seite hatten dann Pietta und Saponari Pech: beiden versprang die Scheibe in aussichtsreicher Position.

Das zweite Drittel begann mit zwei Krefelder Großchancen. Zuerst fing Costello einen Pass aus der Luft ab und verpasste mit seinem Schuss knapp. Kurz danach hatte Cundari den Ausgleich auf dem Schläger. Lagacé stürmte über rechts ins Wolfsburger Drittel, seinen Schuss konnte Brückmann noch parieren – Cundaris Nachschuss ging am leeren Kasten vorbei. Im dritten Versuch klappte es dann aber mit dem verdienten Ausgleich. Ein Schuss prallte von der Hintertorbande zurück, am kurzen Pfosten schaltete Saponari schneller als Brückmann und stocherte den Puck über die Linie. Die Pinguine hatten ihre beste Phase zur Mitte des Drittels. Welsh, Costello und Bruggisser hatten in der 28. Minute mehrere gute Chancen – es fehlte aber das Glück im Abschluss. In der 30. und 32. Minute kassierten Noonan und Lagacé jeweils zwei Minuten – mit viel harter Arbeit und Glück überstanden die Pinguine die Unterzahl. Krefeld war gerade wieder komplett, da erzielte Machacek die erneute Gästeführung. Aus den Nickeligkeiten des ersten Drittels wurde im zweiten Abschnitt ein waschechter Faustkampf. Cundari und Latta ließen die Handschuhe fallen – Latta kassierte eine deftige Abreibung und seine zweite 10-Minuten-Strafe, sein Arbeitstag war beendet. Vor der Sirene klärte Rynnäs noch gegen Furchner und Sislo.

Auch im letzten Drittel fanden die Pinguine nicht dauerhaft in die Spur. Zwar verpasste Welsh nach einer Minute nur knapp, von mehr Struktur war aber nichts zu sehen. „Jeder in der Kabine weiß, dass das zu wenig ist“, war Brandon Reid von der Leistung enttäuscht. „In solchen Situationen brauchen wir unsere Top Guys, die voran gehen. Sie müssen nicht unbedingt scoren, aber sie müssen die anderen mitziehen.“ In der 44. Minute hatte Wolfsburgs Nicholas Jones Glück: er checkte Vinnie Saponari von hinten brutal in die Bande und kassierte dafür nur zwei Minuten. Die folgende Überzahl brachte aber das 2:2. Costello ließ Grizzlys-Goalie Brückmann nach einem Slalomlauf keine Chance – der vielumjubelte für die Pinguine. Die Hoffnung auf mehr machte Wolfsburgs Bergman in der 51. Minute zunichte. Ein auf den ersten Blick harmloser Distanzschuss zappelte plötzlich im Krefelder Tor. Von diesem Rückstand erholten sich die Pinguine nicht mehr. Eine Minute vor Schluss ging Rynnäs vom Eis, mit einem zusätzlichen Angreifer machten die Pinguine nochmals Druck und Pietta verpasste am langen Pfosten. So blieb es beim 2:3

Krefeld Pinguine – Grizzlys Wolfsburg 2:3

0:1 9. Min. Anthony Rech (Olimb, Aubin) EQ

1:1 25. Min. Vinnie Saponari (Welsh, Cundari) EQ

1:2 34. Min. Spencer Machacek (Fauser) EQ

2:2 46. Min. Chad Costello (Bruggisser) PP1

2:3 51. Min. Wade Bergman (Fauser, Jones)

Zuschauer: 3.523

 

Die nächsten Spiele

Sonntag, 20.10.19, 14 Uhr: Red Bull München – Krefeld Pinguine

Donnerstag, 24.10.19, 19:30 Uhr: Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine

Sonntag, 27.10.19, 14 Uhr: Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt

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