2:3 gegen Köln: Großer Support von den Rängen

2:3 gegen Köln: Großer Support von den Rängen

„Krefeld ist Pflicht – Tradition ersetzt man nicht!“ Mit diesem Transparent setzten die Fans im Powerbreak des ersten Drittels ein starkes Zeichen für den Eishockey-Standort Krefeld. Entrollt wurde das Spruchband im Block der Haie-Fans. Dafür gab es Standing Ovations in der Yayla-Arena. Auch die Leistung beider Mannschaften verdiente Lob. Am Ende nahmen die Gäste die drei Punkte etwas glücklich mit in die Domstadt und gewannen vor 6.625 Zuschauern mit 3:2.

Schon das erste Drittel hatte hohen Unterhaltungswert. Nach fünf Minuten wurde es erstmals vor dem Haie-Tor gefährlich. Gefühlt jeder Pinguine-Spieler außer Goalie Rynnäs hätte treffen können – die größte hatte Welsh, er verzog aber hoch an der freien kurzen Ecke vorbei. Im direkten Gegenzug hatten die Haie dann wieder Glück. Nach einem gewonnenen Bully schoss Ugbekile von der blauen Linie, Rynnäs war die Sicht versperrt und der Puck schlug zum 0:1 ein. Doch auch die Pinguine hatten gute Chancen, eine der besseren vereitelte Wesslau gegen Besse, der nach einem schnellen Pass von Costello frei im Slot stand. Nach zehn Minuten prüfte Kölns Bast Jussi Rynnäs mit einem Schuss aus dem Slot, auch der Schuss von Akeson in der 17. Minute landete in der Fanghand des Publikumslieblings im Tor der Pinguine. 53 Sekunden vor Drittelende kam dann Jacob Lagacé endlich zu seinem ersten Saisontreffer – Prädikat besonders wertvoll. Aus der Drehung nahm er einen Pass an, drehte sich auch noch Haie-Goalie Wesslau herum und traf zum 1:1. Doch während der schwarz-gelbe Anhang noch feierte, schlug Köln wieder zu. Nur 17 Sekunden nach dem Ausgleich brachte Hanowski die Gäste erneut in Führung und es kam noch schlimmer: neun Sekunden vor Drittelende erhöhte Zerressen per Schlagschuss auf 1:3 aus Sicht der Pinguine. Mit dieser alles andere als leistungsgerechten Führung der Gäste ging es in die Kabine.

Auch wenn die ersten Minuten des zweiten Abschnitts den Gästen aus Köln gehörten, zeigten die Pinguine auch im zweiten Drittel einen starken Auftritt. In der 24. Minute leitete Costello einen Alleingang von Besse ein, er scheiterte aber am Gäste-Keeper. Nur eine Minute später hatte Hospelt Pech, als er freistehend über den springenden Puck schlug. Wie wichtig Jussi Rynnäs für die Pinguine ist, zeigte er in der 30. Minute. Fabio Pfohl legte den Puck aus der neutralen Zone in den Lauf von Freddy Tiffels, der scheiterte aber an Rynnäs. Auch gegen Oblinger klärte Jussi stark. In der 33.Minute gelang den Pinguinen endlich der mehr als verdiente Anschlusstreffer, wieder war es ein Leckerbissen, vollendet von Costello. Er nahm den Pass von Pietta auf und überwand Wesslau unten rechts. In der 38. Minute hatte Lagacé den Ausgleich auf dem Schläger – er vergab aber aus aussichtsreicher Position aus dem Slot. 15 Sekunden vor Drittelende kam Pietta zum Schuss, auch diese Chance blieb ungenutzt. Die Ein-Tore-Führung der Haie war mittlerweile mehr als glücklich.

Im Schlussabschnitt war das Spiel immer noch schnell, beide Mannschaften spielten aber wieder disziplinierter in der eigenen Zone. Die erste gute Chance hatte Jason Bast für Köln auf dem Schläger, wenig später schrammte Daniel Pietta haarscharf am Ausgleich vorbei. Auf der Gegenseite war Jussi Rynnäs einmal mehr Endstation für einen gefährlichen Haie-Konter. Nach drei schnellen Pässen aus der eigenen Zone kam Dominik Tiffels zum Schuss. „Köln hat mit viel Tempo gespielt, aber wir haben das gut gelesen und sind ruhig geblieben“, stellte Brandon Reid seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Gefährlich wurde es für das Tor der Pinguine noch in einer Unterzahl in der Schlussphase. Rynnäs war bei einem gefährlichen Abfälscher von Frederik Tiffels genauso auf dem Posten wie beim am Schuss des am langen Pfosten freistehenden Hanowski. 70 Sekunden vor Schluss nahm Reid seinen Goalie für einen sechsten Angreifer vom Eis, der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

„Natürlich ist es hart mit sieben Niederlagen in Serie, aber die Partie war ganz sicher ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Krefeld Pinguine gewinnen spiele, wenn der Kampf und Einsatz über 60 Minuten da sind und da waren wir heute auf dem richtigen Weg“, resümiert Reid.

Beeindruckt war der Pinguine-Coach von den Fans: „Wie sie uns während der Partie und nach dem Spiel unterstützt haben, trotz der Niederlage, das hilft der Mannschaft enorm. Vor der Partie hat ein Spieler in der Kabine gesagt: ‚Die Fans erwarten von uns eine Sache: dass wir hart arbeiten!‘ Und das hat die Mannschaft heute wirklich getan.“

Tore

0:1 5. Min. Colin Ugbekile (Ma. Müller, Sill) EQ

1:1 19. Min Jacob Lagacé (Welsh, saponari) EQ

1:2 20. Min. Ben Hanowski (Matsumoto, Gagné)

1:3 20. Min. Pascal Zerressen (Akeson, Bast) EQ

2:3 33. Min. Chad Costello (Pietta, Cundari) EQ

Zuschauer: 6.625

Die nächsten Spiele

Freitag, 18.10.19, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Grizzlys Wolfsburg

Sonntag, 20.10.19, 14:00 Uhr: Red Bull München – Krefeld Pinguine

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