2:3 – Bremerhaven bleibt Krefelds Angstgegner

2:3 – Bremerhaven bleibt Krefelds Angstgegner

Im ersten Heimspiel nach der DeutschlandCup-Pause unterlagen die Krefeld Pinguine ihren Namensvettern aus Bremerhaven mit 2:3 (0:0, 0:2, 2:1) und mussten so ein Null-Punkte-Wochenende hinnehmen. Trainer Brandon Reid vertraute gegen das Team, das durchaus als Angstgegner bezeichnet werden kann, erneut auf den russischen Neuzugang Ilya Proskuryakov im Tor. Ihm gegenüber stand Tomas Pöpperle auf Seiten der Norddeutschen. Außerdem ersetzte Travis Ewanyk Alex Trivellato im Kader.

Das Spiel war gerade knapp zwei Minuten alt, da setzte sich Daniel Pietta bärenstark gegen zwei Verteidiger durch und passte in die Mitte, doch Pöpperle hielt den Schussversuch von Vinny Saponari ebenso, wie den Nachschuss des Deutsch-Amerikaners. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Bremerhaven zwar über weite Strecken optisch überlegen war, sich aber keine klaren Torgelegenheiten herauszuspielen vermochte. Die Pinguine ihrerseits spielten aus der sicheren Deckung heraus, doch mehr als einige Halbchancen waren auch auf ihrer Seite nicht zu verzeichnen. Erst knapp zwei Minuten vor der Pause war es in Unterzahl Philip Riefers, der sich die Scheibe schnappte und mit Adrian Grygiel ein Zwei-auf-Eins fuhr, den Puck dann aber freistehend knapp neben das Tor setzte. So blieb es nach 20 gespielten Minuten beim 0:0.

Auch der zweite Durchgang begann mit einer guten Chance der Pinguine. Diesmal dauerte es nur gut eine Minute, bis sich wieder Pietta gut in Szene setzte und auf Patrick Seifert quer legte. Doch der scheiterte aus halblinker Position freistehend an Pöpperle. Insgesamt wurden die Hausherren jetzt zwingender und kamen zu weiteren Gelegenheiten, wie durch Tim Miller oder Mathias Trettenes. Doch der letzte Biss im Abschluss fehlte noch. Insgesamt blieb es ein Spiel, das vor allem von der Disziplin geprägt war. Beide Teams hielten sich perfekt an ihre taktischen Vorgaben, erlaubten sich aber auch keine Strafen. Und so neutralisierten sich die Mannschaften. Dennoch war es im zweiten Durchgang das Heimteam, das feldüberlegen war. Wenn es überhaupt Gelegenheiten gab, dann vor dem Tor von Pöpperle. Eine strittige Strafzeit in der 35. Minute sorgte dann für ein Powerplay der Gäste. In diesem zog Corey Quirk über Halblinks ins Krefelder Drittel, kam zum Schuss und traf unhaltbar für Proskuryakov perfekt neben dem Pfosten ins lange Eck. Gut eine Minute vor der Pause, Krefeld war in Überzahl, wurde Kirill Kabanov unsanft in die Bande befördert. Der Arm der Schiedsrichter aber blieb unten, die Gäste fuhren einen Konter. Quirk schoss, die Scheibe wurde abgefälscht und trudelte vorbei an Proskuryakov über die Linie. So ging es in einem Spiel, in dem die Pinguine eigentlich fast keine klare Chance zugelassen hatten, mit 0:2 in die zweite Pause. Ohne, dass Proskuryakov an einem der Tore eine Schuld gegeben werden könnte.

Der dritte Durchgang sah dann Pinguine, die bemüht waren, bei denen aber nun im Aufbau auch einiges Stückwerk dabei war. So gelang es lange Zeit nicht, klare Gelegenheiten herauszuspielen. Auch das Publikum wurde nun zunehmend unruhig. In der 48. Minute stand plötzlich Jan Urbas richtig und schoss zum 0:3 ein. Damit schien das Spiel bereits entschieden, die Unruhe auf den Rängen wuchs. Die Pinguine aber gaben nicht auf und versuchten es weiter gegen defensiv äußerst disziplinierte Gäste. Und tatsächlich: In der 54. Minute ging Pietta über Rechts durch, zog zum Tor und legte dann auf Martin Schymainski, der die Scheibe über die Linie drückte. Wenig später fast das zweite Tor, doch Greger Hanson scheiterte mit seinem Versuch nach schönem Querpass an Pöpperle. Wild wurde es dann in der 56. Minute bei einem Konter der Gäste. Proskuryakov wehrte sowohl den Alleingang, als auch gleich drei Nachschüsse in überragender Manier ab und hielt sein Team so im Spiel. Seine Vorderleute blieben jetzt dran und in der 57. Minute sprang ein Abpraller zu Saponari, der sofort abzog und zum 2:3 ins lange Eck einschoss. Die Schwarz-Gelben warfen jetzt alles nach vorn und 80 Sekunden vor dem Ende ging Proskuryakov vom Eis. Doch trotz mehrerer Chancen reichte es nicht, die Krefelder blieben zum Re-Start nach dem DeutschlandCup bei null Punkten.

Am Freitag geht es nun nach Mannheim, ehe am kommenden Sonntag die Iserlohn Roosters zu Gast im KönigPALAST sind.

Tore

0:1 36. Quirk (Schwartz, Uher) PP

0:2 39. Quirk (Weber, Hooton) SHG

0:3 48. Urbas (Fortunus, Zengerle)

1:3 54. Schymainski (Pietta, Bettauer)

2:3 57. Saponari (Schymainski, Pietta)

Strafen:

Krefeld: 6

Bremerhaven: 4

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