1:4 – Mannheim entführt die Punkte aus Krefeld

1:4 – Mannheim entführt die Punkte aus Krefeld

Die Krefeld Pinguine verlieren auch das fünfte Spiel in Folge mit 1:4 (1:1; 0:1; 0:2) gegen den amtierenden Meister aus Mannheim.

Nach einem guten ersten Drittel mussten sich die Pinguine am Ende dem Meister deutlich geschlagen geben. „Es waren wieder die Details, die uns auf die Verliererstraße gebracht haben“, resümierte Trainer Brandon Reid. „Wir führen im ersten Drittel mit 1:0 und kassieren 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich – das hätten wir cleverer lösen müssen. Insgesamt müssen wir einfach öfter vor das gegnerische Tor.“

Das Abtasten zu Beginn der Partie fiel diesmal aus. Beide Mannschaften machten von der ersten Sekunde viel Tempo, die Gäste entwickelten dabei mehr Zug zum Tor. In der fünften Minute klärte Pätzold stark gegen Brent Raedeke, in der achten Minute kam Nicolas Krämmer gleich zweimal gefährlich zum Schuss – auch hier stand Pätzold sicher. Zur Mitte des Drittels wurde der Mannheimer Druck größer, die Pinguine konnten sich nur mit Mühe aus der eigenen Zone befreien. Umso überraschender war die Führung durch Besse in der zehnten Minute. Saponari leitete einen Pass von Trivellato in die neutrale Zone auf Besse weiter und der ließ Adler-Goalie Gustafsson mit einem trockenen Handgelenkschuss keine Chance. Die erste Strafe der Partie kassierte Mannheim mit Dennis Reul in der 15. Minute und die Adler verdanken es einer Riesenparade von Gustafsson, dass Krefeld nicht auf 2:0 stellte. Besse täuschte einen Schuss an, passte auf Costello, der sofort vor das Tor zu Saponari weiterlegte – er scheiterte an Gustafsson. 30 Sekunden vor Drittelende gelang den Gästen doch noch der Ausgleich. Ein Schuss von Sinan Akdag wurde noch abgefälscht und kullerte über die Linie.

Das zweite Drittel gehörte ohne Wenn und Aber den Gästen. Beide Teams kamen wieder im fünften Gang aus der Kabine. Die erste große Chance entschärfte Pätzold in der 24. Minute mit der Stockhand, Hungerecker hatte sich über die linke Seite durchgesetzt. Eine Minute später war er dann machtlos nach einem Adler-Konter, der wohl genau so im Playbook steht. Youngster Tim Stützle verwandelte aus dem Slot zur Mannheimer Führung. Nach dem 2:1 folgte eine Mannheimer Demonstration im Penalty Killing: alle vier Mannheimer drängten die Pinguine ins eigene Drittel und erzwangen immer wieder Fehlpässe, an einen geregelten Aufbau war kaum zu denken. Man kann eine Unterzahl wohl kaum besser spielen. In der 33. Minute bewahrte Pätzold seine Mannschaft mit einem bärenstarken Fanghandsave vor dem 1:3, auch in der Folge kombinierten die Gäste deutlich stärker. Trotzdem war Pinguine-Traine Reid mit 80 Prozent des Spiels zufrieden. „Die Jungs haben immer wieder gut mit dem Schläger gearbeitet und gut geblockt.“Dimitri Pätzold sorgte dafür, dass Krefeld nur mit einem 1:2 ins dritte Drittel ging.

Den Schlussabschnitt begannen die Pinguine und die Adler etwas verhaltener. Mannheim kontrollierte die Partie, Krefeld tauchte nur selten gefährlich vor dem Adler-Tor auf. In der 44. Minute traf Chad Billins das Außennetz des Krefelder Tores. Erst nach gut acht Minuten konnte sich Krefeld etwas vom Druck befreien. In der 48. Minute prüfte Hospelt Gäste-Torwart Gustafsson, in der 49. Minute hatte Besse Pech, als er mit seinem Schuss scheiterte. Eine Strafe gegen Noonan brachte die Vorentscheidung. Pätzold konnte den ersten Schuss noch abwehren, Matthias Plachta staubte dann aber zum 1:3 ab. Sieben Minuten vor Schluss erhöhte Rendulic dann auf 1:4. In den Schlussminuten kamen Noonan und Braun nochmal zu guten Chancen, sie konnten Gustafsson aber nicht mehr überwinden. Am Ende stand eine 1:4-Niederlage der Pinguine gegen einen starken Meister aus Mannheim

„Wir müssen wieder härter vor dem gegnerischen Tor arbeiten. Da sehe ich bei meinem Team gerade zu wenig Bereitschaft. Wir schießen schöne Tore – Tic Tac To, Direktabnahmen – aber wir brauchen mehr dreckige Tore und Abstauber“, so die Analyse von Brandon Reid. „Die Hälfte der Tore sollte eigentlich dem Muster folgen ‚Schuss – Rebound-Abstauber‘. Daran werden wir jetzt verstärkt arbeiten.“

Tore

1:0 10. Min. William Besse (Saponari, Trivellato) EQ

1:1 20. Min. Sinan Akdag EQ

1:2 25. Min. Tim Stützle (Smith) EQ

1:3 51. Min. Matthias Plachta (Stützle, Billins) PP1

1:4 53. Min. Borna Rendulic (Eisenschmidt) EQ

Zuschauer: 4.064

Die nächsten Spiele

Freitag, 11.10.19, 19:30 Uhr: Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine

Sonntag, 13.10.19, 17:00 Uhr: Krefeld Pinguine – Kölner Haie

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