0:4 – Pinguine bleiben auch gegen Straubing torlos

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Die Pinguine bleiben gegen die Süd-Teams in der Verzahnungsrunde ohne Punkt. Im Heimspiel gegen die Straubing Tigers unterlag das Team zwei Tage nach der Pleite in Augsburg mit 0:4 (0:2, 0:1, 0:1). Dabei waren die Vorzeichen eigentlich nicht schlecht, denn am Vorabend hatten die Tigers in Düsseldorf gespielt (und 4:0 gewonnen), waren also ohne Frage etwas müde. Im Tor setzte Trainer Clark Donatelli erneut auf Sergej Belov. Ihm stand Sebastian Vogl gegenüber.
Früh im Spiel sahen sich die Pinguine einer Unterzahl entgegen. Und die brachte gleich den frühen Schock, denn Evan Trupp fälschte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab. Zwar war das Tor verschoben, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer an (4.). Die erste gute Ausgleichschance hatte in der sechsten Minute Nikita Shatsky, scheiterte aber an Vogl. Insgesamt entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem es zwar auf beiden Seiten Chancen gab, doch ganz klare Gelegenheiten waren nicht wirklich dabei. Oft waren es Situationen, in denen es gefährlich aber nicht zwingend war, wie in der 16. Minute, als Lucas Lessio die Scheibe in den Torraum brachte, wo Brett Olson gegen zwei Verteidiger den Puck nicht im Tor unterbrachte. So geschah insgesamt nicht viel – bis zur 18. Minute, als die Pinguine die zweite Strafe bekamen. Und wieder zeigten sie, warum sie am Ende der Statistik dieser Disziplin in der DEL stehen. Nach einer schnellen Kombination stand Tim Brunnhuber völlig frei und verwandelte eiskalt zum 0:2. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.
Der zweite Durchgang sah dann nach wenigen Sekunden das erste Überzahlspiel für die Hausherren, deren Powerplay in den vergangenen Wochen zu den besten der Liga zählt. Der Puck lief allerdings zwar gut durch die Reihen, ein Tor oder auch nur eine klare Einschussgelegenheit jedoch sprang nicht heraus, da die Tigers stark und aggressiv verteidigten und zeigten, warum ihre Unterzahl die Drittbeste der Liga ist. Die Pinguine aber blieben aggressiv und in der 26. Minute tauchte plötzlich Filips Buncis frei vor Vogl auf und zog von Höhe der Bullypunkte ab, doch der Keeper parierte. Zwei Minuten später setzte sich Artur Tyanulin stark durch, scheiterte aber aus kurzer Distanz ebenfalls am Tigers-Schlussmann. Wenig später dann die dritte Unterzahl des Abends und wieder machten die Tigers viel Druck, die Pinguine aber überstanden mit harter Arbeit und etwas Glück diese Situation. Sie blieben weiter dran, hatten aber in der 33. Minute eine Schrecksekunde zu überstehen, als Belov überragend gegen Kael Muillierat parierte. Doch die Tigers blieben dran und nur zwei Minuten später wurde ein Schuss von Ex-Pinguin Benedikt Schopper abgefälscht und sprang genau auf die Kelle von Sena Acolatse zum 0:3 einschoss. Sekunden später dann die große Chance für Lessio, doch gleich dreimal scheiterte der Kanadier aus kürzester Distanz an Vogl. So blieb es nach 40 Minuten beim 0:3.
Die Hausherren starteten mit viel Energie in den Schussdurchgang, doch erst scheiterte Mirko Sacher an Vogl, dann wurde Tyanulins Schuss nach toller Vorarbeit Lessio geblockt. Wenig später dann aber die nächste Strafzeit für Krefeld, die die Schwarz-Gelben diesmal sicher überstanden und gleich durch erneut Tyanulin die nächste Chance – weder ohne Erfolg – hatten. Wenig später dann die dritte eigene Überzahl des Abends. In deser lief die Scheibe gut und plötzlich stand Ivan Petrakov völlig frei, scheiterte jedoch einmal mehr an Vogl. Gleiches galt wenig später für Lessio und Alex Blank. Ab Mitte des Drittels bekamen die Tigers das Spiel wieder besser in den Griff und es gab keine großen Chancen auf beiden Seiten mehr. Doch gut sechs Minuten vor dem Ende leistete sich Buncis einen Kniecheck gegen Eriksson und bekam eine 5+Spieldauerstrafe aufgebrummt. Die Strafe überstanden die Pinguine, doch fünf Sekunden vor dem Ende tauchte Acolatse völlig frei vor Belov auf, der aber überragend parierte. Das folgende Bully aber ging verloren und wieder zog Acolatse ab und diesmal traf er – zwei Sekunden vor dem Ende – zum 0:4-Endstand.
Damit blieben die Pinguine zwei Spiele in Folge ohne eigenen Treffer und treffen nun am Montagabend in München beim EHC Red Bull an.

Strafen:
Krefeld: 15+SD Buncis
Straubing: 12

Tore:
0:1 4. Trupp (Laganière) PP
0:2 18. Brunnhuber (Williams, Eder) PP
0:3 35. Acolatse (Schopper, Eriksson)
0:4 60 Acolatse (Eder)