0:3 – Pinguine unterliegen DEG beim einzigen Heim-Test

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Mit einer 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Niederlage gegen die Düsseldorfer EG blieben die Krefeld Pinguine im einzigen Test auf eigenem Eis ohne Erfolg. Vor allem im gegnerischen Drittel fehlte spürbar die Abstimmung, um wirklich gefährlich zu werden. 500 Besucher in der Halle bedeuteten unter Corona-Bedingungen ein ausverkauftes Haus. Trotzdem war der Anblick der weitgehend leeren Plätze immer noch traurig. Die gekommenen Fans, die zumeist Dauerkarteninhaber waren, machten allerdings mächtig Lärm und feuerten das Team schon bei der Mannschaftsaufstellung lautstark an. Die Gastgeber, die bis auf Laurin Braun und Tom-Eric Bappert in Bestbesetzung antraten, vertrauten im dritten Spiel auf den dritten Torwart. Diesmal stand Oleg Shilin zwischen den Pfosten.

Die Pinguine begannen durchaus aktiv und aggressiv, die erste Topchance hatten aber die Gäste aus der Landeshauptstadt in der vierten Minute, als ausgerechnet ex-Pinguin Niklas Postel das Hartgummi an den rechten Pfosten des Krefelder Tores hämmerte. Rund eine Minute später sorgte ein Fehlpass hinter dem eigenen Tor dafür, dass Tobias Eder völlig frei vor Shilin auftauchte, doch der Deutsch-Russe parierte hervorragend mit der Fanghand. Insgesamt war den Pinguinen anzumerken, dass die Abstimmung im neu zusammengestellten Team noch fehlt. Die DEG wirkte in  ihren Aktionen etwas zielstrebiger. Die erste gute Gelegenheit für Krefeld hatte in der achten Minute Jeremy Bracco, der einen Abpraller ans Bein bekam, doch die Scheibe sprang neben das Tor. Um die Hälfte des Auftaktdurchgangs aber wurden die Pinguine zielstrebiger und brachten vermehrt Scheiben aufs Tor. Gefährliche Abschlüsse von Leon Niederberger (10.) und Alex Weiß (11.) wurden aber eine Beute von Mriko Pantkowski im DEG-Tor. In der 12. galt es dann, die erste Unterzahl zu überstehen. Das aber gelang nicht. Einen schnellen Pass in den Slot fälschte Tobias Eder unhaltbar für Shilin genau neben den Pfosten ab. Die Schwarz-Gelben reagierten durch zwei tolle Aktionen von Bracco, der erst Alexander Bergström nach tollem Solo bediente und dann an Pantkowski scheiterte. Die erste Überzahl holte dann in der 18. Minute Lucas Lessio mit einem unnachahmlichen Antritt heraus. Frei vor dem Tor wurde der Kanadier per Stockschlag gestoppt. Die numerische Mehrzahl aber blieb ohne Erfolg und so blieb es nach 20 Minuten und einem flotten Spiel beim 0:1. Die Pinguine aber nahmen, nach einer Strafe Sekunden vor der Pause, 1:47 Unterzahl mit in den zweiten Durchgang.

Die erste gefährliche Aktion des Gäste-Powerplays gab es dann nach rund eineinhalb Minuten, als Victor Svensson abzog, das Tor verfehlte und die Scheibe von der Bande zurücksprang. Fast wäre sie dabei an Shilins Rücken geprallt, blieb dann aber unmittelbar an der Latte auf dem Tor liegen. Der Gast blieb jetzt das bessere Team, doch in der 25. Minute war es zunächst Martin Schymainski mit der ersten Topchance der Pinguine, doch Pantkowski hielt den Versuch des Kapitäns aus kürzester Distanz. Im Gegenzug dann fast dieselbe Situation auf der Gegenseite, die Scheibe ging aber knapp am Tor von Shilin, der ein gutes Spiel bot, vorbei. Eine Minute später war der Keeper dann von Mike Fischer eigentlich schon geschlagen, hechtete dann aber in Dominik-Hasek-Manier ohne Stock quer durch den Torraum und hielt den Schuss des sichtlich verdutzten DEG-Angreifers. Die DEG aber blieb aktiv und in der 28. wehrte Shilin zunächst stark gegen Stephen MacCauley ab. Der Abpraller aber sprang genau auf den Schläger von Daniel Fischbuch, der aus spitzem Winkel zum 0:2 einschoss. Die Pinguine antworteten in der 31. durch ein starkes Solo von Lessio, der aber im DEG-Keeper seinen Meister fand. In der 34. war es dann wieder kanadische Torjäger, der frei zum Schuss kam, das Hartgummi aber knapp neben das Tor setzte. Die Situation aber brachte das zweite Powerplay der Pinguine. Dabei hatte Neuzugang Anton Berylov die ganz große Chance, brachte das Spielgerät aber, von Bergström toll freigespielt, nicht über die Linie. Die Gastgeber machten viel Druck, doch 17 Sekunden vor Ende der Strafe bekam Berylov selbst eine Strafzeit, so dass die Chance vergeben war. Eine Minute vor der Pause dann die dritte Überzahl der Gastgeber. Die aber blieb ohne Ergebnis und so ging es mit 0:2 und einer Minute Powerplay in die Pause.

Mit Überzahl auf frischem Eis ging es in den Schlussdurchgang.

Die Überzahl blieb erfolglos, doch die Pinguine waren jetzt aktiver und hatten in der 47. Minute die ganz große Chance, doch Kapitän Schymainski nagelte das Hartgummi bei einem 3-auf-1-Break freistehend an den Pfosten. Die Hausherren spielten weitgehend gefällig, konnten sich aber weiter nur selten gute Gelegenheiten herausspielen. Das gelang in der 58. Minute, als Lessio frei zum Schuss kam. Doch ein Stockschlag hinderte ihn am klaren Abschluss und so hielt Pantkowski. Die Pinguine aber bekamen die nächste Überzahl. Diese sah gute Chancen für Berylov und Bergstörm, doch Pantkowski hielt die Null weiter fest. Das blieb auch im weiteren Verlauf der Überzahl so und eine Minute vor dem Ende brachte Luca Zitterbart die Scheibe, als der starke Shilin seinen Kasten verlassen hatte, aus dem Drittel und ging in die Krefelder Zone, um dann, stark bedrängt, zum 0:3 und damit der Entscheidung einzuschießen.

Damit blieben die Pinguine im einzigen Test auf eigenem Eis ohne eigenen Torerfolg. Von den Zuschauern gab es trotzdem warmen Applaus nach dem Ende. Die Leistung offenbarte noch einige Abstimmungsprobleme, zeigte aber auch, dass individuell einiges Potential im Team schlummert. Am meisten überzeugte fraglos Oleg Shilin, der sich mit seinem Auftritt durchaus als Kandidat für den Job als Starter in Position brachte. Weiter geht es für die Pinguine nun bei der Reise in die Schweiz

 

Strafen:

Krefeld: 4

Düsseldorf: 8

 

Tore:

0:1 12. Eder (Barta, Cuminskey) PP

0:2 28. Fischbuch (MacCaulay, Proft)

0:3 60. Zitterbart (Mayenschein) ENG