0:3 in Mannheim – Specialteams machen den Unterschied

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0:3 in Mannheim – Specialteams machen den Unterschied

Trotz eines guten und vor allem in der Defensive sehr überzeugenden Auftritts bei Meister Adler Mannheim unterlagen die Krefeld Pinguine am Freitagabend mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) in der Quadratestadt. Lange hielt das Team von Pierre Beaulieu das Spiel komplett offen und erzielte sogar den Ausgleich, der aber, durchaus strittig, keine Anerkennung fand. Ein Doppelschlag der Adler im Schlussabschnitt und insgesamt bessere Specialteams brachte dann unter dem Strich die Entscheidung.

Gleich vom ersten Wechsel weg drängte der Meister auf eine Führung und setzte das von Oskar Östlund einmal mehr bestens gehütete Pinguine-Tor unter Druck. Doch die schwarz-gelbe Deckung hielt zunächst. In der 5. Minute hatte der Gast die erste gute Gelegenheit durch die erste Reihe, die aber ungenutzt blieb. Es folgte ein Wechselfehler und damit die erste Überzahl der Hausherren. In dieser erzeugten die Adler mächtig Druck, doch die Deckung der Pinguine hielt lange dagegen, doch Sekunden vor Ablauf der Strafe traf Jan-Mikael Järvinen per Direktschuss zur Führung des Favoriten. Eine weitere Unterzahl überstanden die Pinguine sicher und schalteten etwa ab der 13. Minute selbst vermehrt auf Angriff um, ohne aber zunächst Zählbares zu verbuchen. Das blieb auch bis zur ersten Pause so, in die es mit der knappen Führung der Hausherren in die Kabinen ging.

Der zweite Durchgang sah dann Pinguine, die nun vermehrt auch zu eigenen Gelegenheiten kamen und das Spiel etwas ausgeglichener gestalteten. Zumal nun auch die Disziplin besser war und es keine weiteren Strafzeiten mehr zu überstehen galt. So war es über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Adler in der 35. Minute die Topchance durch Matthias Plachta hatten, der Östlund aus der Position lockte und in den Slot passte, wo aber kein Abnehmer für seinen Pass stand. Wenig später dann die erste Überzahlgelegenheit für die Gäste, die aber zunächst keine großen Gelegenheiten brachte. Im Gegenteil: In Unterzahl kam der Meister zur Chance, doch Östlund war zur Stelle. Treffer fielen aber auf beiden Seiten nicht und als Mannheim gerade komplett war fuhr der von der Bank kommende Dennis Reul das 2-auf-1-Break mit Andrew Desjardins, doch dessen Schuss strich knapp am Gehäuse der Gäste vorbei. Kurz vor der Pause dann zunächst die Chance für die Adler. Die Pinguine konterten und ein abgeblockter Schuss trudelte hauchdünn am Tor vorbei. Die Pinguine setzten nach und die Scheibe lag im Tor. Die Schiedsrichter entschieden auf kein Tor, da sie befanden, Jacob Lagacé habe vor dem Tor einen Verteidiger in Dennis Endras geschoben. Sie gingen zum Videobeweis. Lange schauten die Schiedsrichter auf das Video und entschieden dann, äußerst diskutabel, auf kein Tor. Damit blieb es nach 40 Minuten beim 0:1 aus Gästesicht.

Der Schlussabschnitt sah dann zunächst zwei Überzahlspiele der Gäste, die aber ungenutzt blieben. Wenig später dann, in der 46. Minute, das nächste Powerplay der Adler. Einen Schuss von Toptalent Tim Stützle, bekanntlich in Krefeld ausgebildet, konnte Östlund nur prallen lassen. Ben Smith nahm den Nachschuss, der weit am Tor vorbei gegangen wäre, doch er traf Torsten Ankert unglücklich am Schlittschuh und von dort sprang das Hartgummi zum 2:0 über die Linie. Wenig später dann die nächste Überzahl der Pinguine. Ein Schuss von Philipp Bruggisser wurde geblockt und Nico Krämmer und Smith fuhren den Konter. Neidlos müssen auch eingefleischte Fans der Pinguine anerkennen, dass sie es wunderbar ausspielten und am Ende brachte es Krämmer fertig, die Scheibe wenige Zentimeter vor Östlunds Schoner genau unter die Latte zu setzen – die Vorentscheidung. Fortan beschränkte sich der Meister darauf, das Spiel zu kontrollieren und nichts mehr zuzulassen. So tickten die Minuten herunter und am Ende stand ein 3:0 das, hätte das Tor der Pinguine Anerkennung gefunden, sicherlich auch im Gesamtergebnis ganz anders hätte ausgehen können.

Dennoch ist der Erfolg der Gastgeber aufgrund der Chancen und Spielanteile durchaus verdient. Die Pinguine aber waren beim Meister einmal mehr alles andere als chancenlos. Am Sonntag im Heimspiel gegen Nürnberg soll nun auch Zählbares herauskommen.

Strafen:

Mannheim: 12

Krefeld: 16+10 Noonan

Tore:

1:0 7. Järvinen (Rendulic, Katic) PP

2:0 46. Smith (Stützle, Billins) PP

3:0 50. Krämmer (Smith) SHG

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