0:3 – Auswärtsserie reißt in Düsseldorf

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Die Auswärts-Serie der Pinguine ist gerissen. Die zuletzt zweimal in der Fremde siegreichen Mannen um Kapitän Martin Schymainski unterlagen bei der Düsseldorfer EG mit 0:3 (0:1, 0:1, 0:1). Für die Pinguine, bei denen erstmals der neue Coach Clark Donatelli an der Bande stand, ging es nach der Niederlage gegen Iserlohn darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren und an die zuletzt starken Auswärtsleistungen anzuknüpfen. Die Gäste vertrauten, wie bereits am Montag an gleicher Stelle, auf Marvin Cüpper zwischen den Pfosten. Ihm gegenüber stand diesmal Mirko Pantkowski.

Gerade knapp zwei Minuten waren absolviert, da tauchte plötzlich DEG-Stürmer Mathias From völlig frei vor dem Pinguine-Schlussmann auf, fand jedoch im stark reagierenden Cüpper seinen Meister. Die erste gefährlihce Situation auf der Gegenseite gab es dann in der 5. Minute, als nach einem Trivellato-Schlagschuss Leon Niederberger vor dem Tor arbeitete, die Scheibe dann aber per Handpass zu Lucas Lessio weiterleitete, so dass die Situation abgepfiffen wurde. Die nächste Topchance gab es dann eine Zeigerumdrehung später, als sich Ivan Petrakov per tollem Solo durchsetzte und schließlich Filips Bunics frei zum Schuss kam, jedoch aus kurzer Distanz an Pantkowski scheiterte. Wieder eine Minute später war es Laurin Braun, der völlig frei auf das Tor zulief, doch erneut hieß der Sieger Pantkowski, der das Hartgummi so eben noch am Tor vorbei lenkte. Ab der elften Minute überstanden die Schwarz-Gelben ein erstes Unterzahlspiel, doch die Situation gab den Hausherren Aufwind und nach starkem Pass von Daniel Fischbuch tauchte Tobias Eder frei vor Cüpper auf. Der hielt überragend mit dem Schoner, doch der Abpraller kam genau auf den Schläger von Charly Jahnke, der nur noch einschieben musste. Die Pinguine aber zeigten sich keineswegs geschockt und kamen gleich zu einer Gelegenheit durch Buncis, die aber ungenutzt blieb. Knapp drei Minuten vor der Pause dann die erste Überzahl der Gäste, die aber keinen Erfolg brachte. So blieb es nach 20 Minuten beim 1:0 Pausenstand für die Gastgeber.

Der zweite Durchgang sah dann nach eineinhalb Minuten zunächst die Chance für die DEG bei einem Zwei-auf-Eins, doch am Ende hielt Cüpper gegen Kyle Cumiskey. Im Gegenzug brachte Lessio einen langen Pass nicht unter Kontrolle – er hätte seinerseits ein Break gehabt. Glück dann in der 24. Minute für die Pinguine, als Eder per Alleingagn nur den Pfosten traf – Cüpper hatte stark den Winkel verkürzt. In der 25. Minute dann die nächste Überzahl für Krefeld, in der Alex Blank Lessio per Traumpass genau vor dem Tor freispielte, doch dem Torjäger versprang im entscheidenden Moment die Scheibe, so dass die Überzahl ungenutzt blieb. Doch die weißgekleideten Gäste übernahmen jetzt mehr und mehr die Kontrolle und hatten weitere Gelegenheiten. Die beste davon durch Martins Karsums, dem eine abgefälschte Scheibe plötzlich auf den Schläger sprang, nachdem Pantkowski bereits hinter sein Tor gegangen war. Doch der überraschte Lette verfehlte das leere Tor knapp. Doch mitten in die Krefelder Offensivbemühungen plötzlich der Konter der Hausherren. Alexander Karachun zog ab und traf genau ins Eck. Möglicherweise war die Scheibe auch noch leicht abgefälscht. Die ganz große Chance zum Anschluss dann in der 39. Minute per Zwei-auf-Eins-Konter, doch Laurin Brauns Schuss wurde ebenso eine Beute, wie der von Niederberger erneut auf das Tor springende Abpraller. Als dann wenig Später Kristofers Bindulis freistehend das Tor verfehlte, stand der Pausenstand nach 40 Minuten mit 0:2 fest.

Der Beginn des Schlussabschnittes sah dann zunächst Pinguine, denen es nicht gelang, sich gute Chancen herauszuspielen. Erstmals wurde es vor Pantkowski gefährlich, als Konstantin Braun in der 48. abzog, doch der DEG-Schlussmann hielt. Auf der anderen Seite aber musste Cüpper immer wieder gegen Versuche der DEG eingreifen, die nun sehr souverän agierte. So gab es, inklusive eines DEG-Powerplays um die 53. Minute, auf beiden Seiten kaum nennenswerte Gelegenheiten. Dafür lief die Uhr nun immer mehr für die Landeshauptstädter. Gut zwei Minuten vor dem Ende dann die Strafzeit für Düsseldorf. Donatelli reagierte mit der Auszeit und nahm Cüpper vom Eis. Die erste Chance hatte Sacher per Schlagschuss, doch Pantkowski hielt ebenso, wie augenblicke später gegen Tyanulin und erneut Sacher. Als der DEG-Keeper dann auch gegen Lessio parierte, war der Sieg der DEG, die ganz in grün aufgelaufen war, ebneso perfekt, wie der Shut-out des jungen Schlussmannes. Sechs Sekunden vor dem Ende holte Karachun, von der Strafbank kommend, den Puck gegen Alex Trivellato, indem er diesen von hinten überraschte, und am Ende musste Eugen Alanov, der in Krefeld die Saison begonnen hatte, nur noch aus einem Meter einschießen.
Damit mussten die Pingine nach zuletzt zwei Auswärtssiegen trotz guter Leistung einmal wieder eine Niederlage einstecken. Entscheidend war unter dem Strich die mangelnde Chancenverwertung. Die Gelegenheiten zu eigenen Torerfolgen waren durchaus gegeben. Nun stehen einige freie Tage an, ehe es am Donnerstag mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin weiter geht. Der Auftritt der Pinguine jedenfalls gehörte zweifelsfrei zu den besten der bisherigen Spielzeit.

Strafen:
Düsseldorf: 6
Krefeld: 4

Tore:
1:0 14. Jahnke (Eder, Fischbuch)
2:0 36. Karachun (Jensen, Zanetti)
3:0 60. Alanov (Karachun, Olimb)