0:3 – Abschlussschwäche kostet Punkte in Augsburg

0:3 – Abschlussschwäche kostet Punkte in Augsburg

Die Pinguine schaffen den Anschluss an die Playoffplätze nicht. Im Kellerduell in Augsburg unterlag das Team mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2). Besonders die Chancenverwertung im ersten Drittel und zwei Gegentore bei eigener Überzahl, wenn auch das zweite statistisch bei numerischer Gleichzahl erfolgte, weil während des Alleingangs die Strafzeit ablief, kosteten durchaus mögliche Punkte. Beide Teams hatten am Freitag jeweils Derbys verloren. Während dabei die Pinguine der DEG einen heißen Fight lieferten und knapp mit 3:4 unterlagen, war es bei den Gastgebern ein deutliches 0:6 gegen München. Bei den Gästen begann im Tor diesmal Dimitri Pätzold. Jussi Rynnäs bekam eine Pause. Und auch Verteidiger Mark Cundari kehrte an ehemaliger Wirkungsstätte ins Team zurück.

Das Spiel begann durchaus ausgeglichen und beide Teams waren zunächst bestrebt, keine Fehler zu machen und kein Gegentor hinzunehmen. So war es in den ersten Minuten ein vorsichtiges Abtasten ohne große offensive Momente. Die erste gute Chance der Partie hatten dann aber die Gäste, als in der siebten Minute Jacob Lagacé mit einem schönen Querpass für Vinny Saponari auflegte. Der drittbeste Pinguine-Scorer zog sofort ab, scheiterte aber am gut reagierenden AEV-Keeper Olivier Roy. Richtig heiß wurde es dann in der elften Minute, als zunächst Lagacé den Pfosten traf und dann im Gegenzug Drew Leblanc aus kurzer Distanz an Dimitri Pätzold scheiterte. Die beste Chance zur Führung hatten dann in der 17. Minute die Gäste durch die erste Reihe, als sich Grant Besse schön durchsetzte und bei einem 2-auf-1 vor das Tor zog, um dann noch auf Chad Costello abzulegen, doch der Torjäger verpasste die Scheibe am völlig offenen Eck knapp. Eine Minute später wurde es noch knapper, als Martin Schymainski einen tollen Pass von hinter dem Tor lieferte und Garrett Noonan das Hartgummi aus kurzer Distanz an den Pfosten setzte. Jetzt war es ein Chancenfeuerwerk der Schwarz-Gelben und in der 19. Minute scheiterte Besse nach Traumpass von Justin Hodgman per Alleingang an Roy. Gerade das Umschaltspiel der Pinguine lief jetzt hervorragend und Sekunden vor der Pause war es Philip Riefers, der ganz frei vor Roy auftauchte, doch sein Schuss ging einige Zentimeter über das Tor. So blieb es nach 20 Minuten bei einem für die Hausherren äußerst glücklichen 0:0.

Der zweite Durchgang sah dann früh eine Unterzahl für die Pinguine, die sie aber ohne große Schwierigkeiten überstanden. So kam das Team gut in den zweiten Durchgang, der für die Krefelder oft das Problemdrittel ist. Und in der 28. Minute bekam das Team von Pierre Beaulieu erstmals die Chance, in eigener Überzahl zu treffen. Hier scheiterte zunächst Daniel Pietta freistehend. Wenig später war Hodgman durch, verfehlte aber das Tor. Als dann Roy auch einen Hammer von Bruggisser sicher parierte, blieb es beim torlosen Remis. Nur wenig später dann die zweite Unterzahl der Pinguine, die gleich Glück hatten, dass ein Schuss von Patrick McNeill knapp vorbei rutschte. Die Gäste aber überstanden die Situation und hatten zu diesem Zeitpunkt die mit 6.179 Zuschauern ausverkaufte Halle sehr ruhig gespielt und wenig später ihrerseits ihre zweite Überzahl. Doch wie schon am Freitag gegen Düsseldorf passierte ein Scheibenverlust im Aufbau und plötzlich stand Adam Payerl frei vor Pätzold und verwandelte sicher zum 1:0. Die Gäste brauchten etwas, sich davon zu erholen und hatten zwei Minuten zur Pause die Ausgleichschance durch Schymainski und Jeremy Welsh, doch die Scheibe ging nicht in die Maschen. Eine Minute später verpasste Cundari gleich zweimal. Gleiches galt für die erste Reihe im folgenden Wechsel bei mehreren Chancen und Augsburgs Christoph Ullmann mit der Pausensirene und so ging es mit 0:1 aus Gästesicht in die Kabinen.

Der Schlussdurchgang sah dann gleich eine gute Chance für Costello, doch Roy war zur Stelle (43.). Doch auch die Panther blieben gefährlich und hatten ihrerseits Gelegenheiten durch Matt Fraser und Simon Sezemsky, doch die schwarz-gelbe Verteidigung hielt. In der 50. Minute dann die ganz große Chance zum 2:0 für die Hausherren, als Ullmann nach toller Vorarbeit frei zum Schuss kam und Pätzold überragend zur Stelle war. Die nächste gute Ausgleichschance hatten in der 53. Schymainski und Laurin Braun, doch der Neuzugang wurde gefoult und so gab es die dritte Überzahl der Gäste. Doch wie schon zuvor verlor man die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie und TJ Trevelyan ging allein auf Pätzold zu und verwandelte bei gerade abgelaufener Strafzeit zum 2:0. Wenig später dann sogar die dritte Strafe der Pinguine. Diese überstand das Team und als die Gäste gerade wieder komplett waren nahm Beaulieu, drei Minuten vor dem Ende, Pätzold zu Gunsten eines sechsten Feldspielers von Eis. Doch McNeill kam im eigenen Drittel an die Scheibe und traf über das ganze Eis hinweg ins verwaiste Pinguine-Tor. Damit war das Spiel entschieden, auch wenn Pätzold vom Eis blieb und die Pinguine weiter alles versuchten. Doch es reichte nicht und so gehen die Krefelder mit einem 0:3 im wichtigen Spiel in Augsburg in die Weihnachtstage.

Weiter geht es für das Team am zweiten Weihnachtstag mit einem Spiel in Bremerhaven. Die Krefeld Pinguine wünschen ihren Fans trotz der sportlichen Lage schöne und besinnliche Weihnachtstage.

Strafminuten:

Augsburg: 6

Krefeld: 6

Tore:

1:0 35. Payerl (Sternheimer) SHG

2:0 55. Trevelyan

3:0 58. McNeill ENG

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